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Heizungswirtschaft meldet für 2013 ein leichtes Umsatzwachstum auf 29,79 Mrd. Euro

(11.8.2014) 2013 erwirtschaftete die gesamte Heizungs- und Lüftungs/Klimabranche laut VdZ - Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V. einen Umsatz von 29,79 Mrd. Euro. Das ist ein Plus von 2,3% gegenüber 2012.

  • Im Inland belief sich der Umsatz auf 24,38 Mrd. Euro - 2012 waren es noch 23,64 Mrd. Euro, was einem Zuwachs von 3,1% entspricht.
  • Für das Auslandsgeschäft schätzte das ifo Institut 2013 ein Volumen von 5,41 Mrd. Euro gegenüber 5,47 Mrd. Euro im Jahr 2012.

Trotz des leichten Rückgangs im Auslandsgeschäft war die Haus- und Gebäudetech­nik-Branche nach eigener Einschätzung von der 2013 an Dynamik verlierenden Wirt­schaft weniger betroffen als andere Branchen. Die Umsätze der Marktsegmente In­stallierendes Gewerbe und Großhandel stiegen leicht an, in der Heizungsindustrie blie­ben die Umsätze nahezu unverändert:

  • Das Installierende Gewerbe erwirtschaftete einen Umsatzanstieg von 21,8 Mrd. Euro im Jahr 2012 auf 22,5 Mrd. Euro (plus 3,2%).
  • Die Umsätze des Großhandels wuchsen um 2,2% von 9,2 Mrd. Euro (2012) auf 9,4 Mrd. Euro (2013).
  • Für den Industriebereich schätzt das ifo Institut für 2013 Erlöse von 12,4 Mrd. Euro, ein leichtes Minus von 1,6% im Vergleich zum Vorjahr.

Industrie stärken durch Investition

Nachdem die Erträge im zentralen Industriebereich „Herstellung von Heizungsanlagen" 2012 deutlich zurückgegangen waren, stabilisierten sich die Umsätze 2013 bei einer Höhe von gut 2,8 Mrd. Euro. Insbesondere mit Blick auf die Energieeffizienzziele der Bundesregierung seien für eine Belebung der Heizungsindustrie nach Meinung von VdZ-Geschäftsführer Dr. Michael Herma weitere Investitionen in neue, effiziente Heizungs­anlagen erforderlich.

Die positiven Ergebnisse von Großhandel und Installierendem Gewerbe sind auf die stabile Baukonjunktur sowie den weiterhin hohen Ersatz- und Wartungsbedarf im Ge­bäudebestand zurückzuführen. Um diese Entwicklung weiter zu befördern, sind aus Sicht der VdZ stärkere Anreize für geringinvestive Optimierungsmaßnahmen durch den Staat ein Muss. „Die Investitionsschwelle bei der staatlichen Förderung muss dringend gesenkt werden. Auch Optimierungsmaßnahmen weit unter 3.000 Euro kön­nen erhebliche Einsparungen generieren. Hier muss der Bund nachsteuern und attrak­tive Zuschussprogramme für Einzelmaßnahmen in den Markt bringen", so Dr. Michael Herma.

Positive Entwicklung der Beschäftigungszahlen

Die Zahl der Beschäftigten in der Haustechnikwirtschaft (inklusive Sanitärwirtschaft) ist 2012 nach Angabe des ifo Instituts im Vergleich zu 2011 von 489.000 auf 502.000 gestiegen. Verantwortlich dafür sind das Handwerk mit rund 358.000 statt 347.000 Angestellten im Jahr 2012, sowie die Industrie, in der die Beschäftigung von 99.000 (2012) auf rund 100.000 (2013) anstieg. Im Großhandel blieb die Mitarbeiterzahl kon­stant bei gut 43.000.

Ausblick 2014

Erste Zahlen für 2014 bestätigen die stabile Entwicklung der Heizungswirtschaft. Al­lerdings offenbaren die deutlich positiveren Geschäftserwartungen der Sanitärbranche einen klaren Trend von der Heizungssanierung zu Investitionen in den Sanitärbereich: Bei den Verbrauchern steht ein modernisiertes Bad höher im Kurs als eine energieeffi­ziente Heizungsanlage. „Angesichts der energiepolitischen Ziele muss hier durch stär­kere staatliche Förderung von Heizungsmodernisierungen gegengesteuert werden", fordert Dr. Michael Herma.

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