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Solarwärme für Mehrfamilienhäuser wird gefördert

  • Infokampagne "Solar - so heizt man heute" startet

<!---->(28.2.2010; upgedatet am 3.5.2010) Aktuell günstige Förderprogramme und gesetzliche Rahmenbedingungen machen die Installation einer Solarwärmeanlage auf Mehrfamilienhäusern für Vermieter attraktiv. Die Bundesregierung fördert die Nutzung Erneuerbarer Energien zur Wärmeerzeugung mit insgesamt 400 Millionen Euro im Jahr. Ein Hausbesitzer, der sich jetzt entschließt, auf einem Mehrfamiliendach Sonnenkollektoren zu installieren, bekommt bis zu 30 Prozent der Investitionskosten vom Staat geschenkt. Außerdem trägt die Installation einer Solarwärmeanlage zur Steigerung des Gebäudewertes bei. Die Anschaffungskosten können über einen Zeitraum von zehn Jahren anteilig steuermindernd von der persönlichen Einkommenssteuer abgesetzt werden. Über die Technik und rechtliche Rahmenbedingungen bei der Errichtung einer Solarthermieanlage auf Mehrfamilienhäusern informiert die Ende Februar gestartete bundesweite Kampagne "Solar - so heizt man heute", die gefördert und unterstützt wird ...

Produkt- und herstellerneutrales Infomaterial (Broschüre, Beratungsfolien, Musterbriefe etc.) steht für das Fachhandwerk unter solarwaerme-info.de/downloads zum kostenlosen Download bereit. Zugang zu vertiefenden Informationen erhalten Handwerker, wenn sie sich auf der Website registrieren. Beratung und Unterstützung bei der regionalen Pressearbeit bietet die Berliner Agentur Sunbeam an. Drei unabhängige Kompetenzzentren für große Solarwärmeanlagen stehen für Fachfragen zur Verfügung:

Mehrfamilienhäuser: Warum sich Solarwärme hier rechnet

Rund die Hälfte aller Wohneinheiten befindet sich in Mehrfamilienhäusern, aber nur wenige private Kleinvermieter haben bisher Sonnenkollektoren aufs Dach montieren lassen. Ein Grund ist, dass viele Vermieter zu wenig über die Vorteile von Solarwärme und die staatlichen Förderprogramme informiert sind: Große Solarwärmeanlagen werden durch das Marktanreizprogramm des Bundesumweltministeriums gefördert. Für Solaranlagen mit einer Kollektorfläche bis einschließlich 40 m² sind die Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu stellen, für größere Anlagen werden zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschüssen durch die KfW-Förderbank vergeben. Ansprechpartner ist in diesem Fall die Hausbank.

Vermieter haben die Möglichkeit, die jährliche Kaltmiete um maximal elf Prozent der Anschaffungskosten zu erhöhen. Mieter sparen durch das solar erzeugte Warmwasser bzw. die solare Raumwärme Heizkosten. Zudem verbessert die Nutzung von Solarwärme den Energieausweis eines Gebäudes.

"Bislang werden in Deutschland im Gegensatz zu Österreich nur wenige große solarthermische Anlagen realisiert. Das liegt auch daran, dass sich viele Vermieter noch nicht mit den Vorteilen von Solarwärme auseinandergesetzt haben", erklärt Cornelia Viertl, Referentin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. "Die Kampagne stellt jetzt alle notwendigen Informationen bereit. Auf dieser Grundlage können Vermieter sehr viel einfacher als bisher größere Solaranlagen für ihre Gebäude planen und finanzieren."

Update 3.5.2010: Der Deutsche Bundestag hatte mit dem Bundeshaushalt 2010 eine Haushaltssperre beim Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien beschlossen. Das BMU hat sich laut eigener Einschätzung intensiv um eine Aufhebung dieser Haushaltssperre bemüht. Die Weiterleitung dieses Antrags an den Haushaltsausschuss wurde aber vom Bundesfinanzministerium jetzt abgelehnt. Die Haushaltssperre hat zur Folge die Einstellung der Förderung von Solarkollektoren, Biomasseheizungen, Wärmepumpen und Kraft-Wärme-Kopplung (Mini-KWK) - siehe Beitrag "Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien gestoppt - zum Teil rückwirkend" vom 3.5.2010.

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