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DGNB baut Ausbildung zum DGNB Consultant und Kooperation mit Hochschulen aus

(7.7.2014) Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) stellt einen steigenden Bedarf an Fachkräften für die unterschiedlichen Aspekte des nachhaltigen Bauens fest, weil für immer mehr gewerbliche und kommunale Bauherren eine Nachhal­tigkeitszertifizierung heute zum Standard gehöre. Dementsprechend spielte die Ver­mittlung von Fachwissen im Bereich nachhaltiges Bauen auch auf der Consense 2014 eine wichtige Rolle. So präsentierte die DGNB auf ihrer Pressekonferenz und im Rahmen des Kongresses Neuerungen bei der Ausbildung zum DGNB Consultant und berichtete von aktuellen Entwicklungen hinsichtlich deutschlandweiten Hochschulkooperationen.

Der neue DGNB Consultant

Rund 500 Consultants und über 700 Auditoren stehen für die Umsetzung von nach­haltigen Bauprojekten heute weltweit zur Verfügung - Tendenz steigend. Der DGNB Consultant ist dabei als Nachhaltigkeitsexperte ein zentraler Ansprechpartner in den beteiligten Unternehmen und Planungsbüros für den DGNB Auditor. War die bisherige Ausbildung zum Consultant breit und umfangreich angelegt, werde die Ausrichtung zukünftig branchenspezifisch angepasst. Damit soll auf die jeweiligen Be­dürfnisse besser eingegangen werden können. So können zunächst Architekten und später auch Facility Manager, Fachplaner, Bauingenieure, Bauphysiker und Asset Ma­nager ihre jeweiligen branchenspezifischen Fachkenntnisse mit DGNB-Wissen ergän­zen. Dadurch verkürze sich die Fortbildungsdauer deutlich und es sollen mehr praxis­relevante Themen behandelt werden wie ...

  • der erforderliche Dokumentationsaufwand,
  • die etwaige Angebotsgestaltung oder
  • die sorgfältige Auswahl von Bauprodukten.

„Mit den Neuerungen bei der Ausbildung von DGNB Consultants reagieren wir auf die unterschiedlichen Anforderungen verschiedener mit dem Bauprozess befasster Fach­leute“, erklärte Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführerin der DGNB, im Rahmen der Pressekonferenz.

Auf der Consense selbst berichtete DGNB-Vizepräsidentin Prof. Annet-Maude Joppien von der TU Darmstadt in ihrem Vortrag „DGNB Ausbildung aktuell“ über den Stand und die zukünftige Entwicklung der Ausbildungsmöglichkeiten der DGNB.

Erfolgreicher Start der DGNB Hochschulkooperationen

Eine wichtige Säule der Ausbildung für nachhaltiges Bauen sind die Hochschulen. Die DGNB hat sich dabei das Ziel gesetzt, die Nachhaltigkeit im Bauprozess zu einem in­tegralen Bestandteil der Hochschulausbildung zu machen. Konkrete Inhalte rund um das Thema Nachhaltigkeit sollen damit ein wichtiger Teil des Selbstverständnisses zukünftiger Architekten und Ingenieure werden:

  • Aktuell integrieren dem Vernehmen nach über 20 Universitäten und Hochschulen DGNB-Kerninhalte in ihre Curricula.
  • Seit dem Wintersemester 2013 haben die ersten 50 Studierenden die entspre­chende Prüfung erfolgreich bestanden und werden das Netzwerk von knapp 100 „DGNB Registered Professionals“ deutlich erweitern.

„Die Hochschulkooperationen sind ein besonderer Schwerpunkt der DGNB. Von den Studierenden wird in Zukunft eine zunehmende Kompetenz zu Fragen des nachhalti­gen Planens, Bauens und Bewirtschaftens erwartet. Es zeigt sich, dass die Thematik des nachhaltigen Bauens nicht nur eine wichtige Aufgabe der DGNB, sondern ganz klar auch ein Bedürfnis bei vielen Studierenden und Lehrkräften ist, was uns besonders freut“, so Prof. Alexander Rudolphi, Präsident der DGNB.

DGNB Hochschultag

Um das Angebot an den Hochschulen weiter zu intensivieren, soll in Kooperation mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung an der Technischen Universität (TU) Darmstadt am 22. Juli der erste „DGNB Hochschultag“ stattfinden. Nach der Key­note von Prof. Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, berichten Professoren und Studierende von ihren Erfahrungen mit den neuen Lehr­inhalten. Eine Podiumsdiskussion geht zudem der Frage nach dem konkreten Mehrwert und den vielseitigen Anwendungsbe­reichen der Zusatzausbildung nach. Der DGNB Hochschultag wird zukünftig einmal jährlich an einer der Kooperations-Hoch­schulen stattfinden.

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