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BFW stellt Studie „Studentisches Wohnen in Deutschland“ vor

Studie „Studentisches Wohnen in Deutschland“
  

(9.6.2013) Beim zweiten Runden Tisch „Wohnraum für Studie­rende“ am 7.Juni hat der BFW Bundesverband Freier Immobi­lien- und Wohnungsunternehmen die Studie zum „Studenti­schen Wohnen in Deutschland“ vorgestellt. In einem Brenn­punktatlas wird aufgezeigt, an welchen deutschen Hochschul­standorten dringend preisgünstiger Wohnraum benötigt wird und welche Studienstandorte an der Schwelle zum Kritischen stehen.

„Die angespannte Wohnsituation von Studierenden in Deutsch­land wird aktuell breit diskutiert. Aber auf dem Markt geschieht weit mehr, als allgemein bekannt ist. Bundesweit gibt es nicht nur interessante Neubauprojekte, sondern auch zahlreiche Um­bau- und Umwidmungsprojekte mit Blick auf eine Nachnutzung bei sich verändernden Märkten. Am Beispiel der Studierenden zeigt sich auch, dass ebenso Auszubildende, Berufsanfänger, junge Familien sowie Rentner in gleicher Weise betroffen sind. Wir brauchen daher mehr preiswerten Wohnraum“, sagt Walter Rasch, Präsident des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, und stellt fest, dass die Schaffung von neuem Wohnraum in vielen Ballungszentren und Hochschulstandorten vorangebracht werden muss.

Schon kurz nach dem ersten Runden Tisch hatte der BFW dem Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer seine Unterstützung in dem Themenfeld zugesichert und eine Studie in Auftrag gegeben. Zudem veranstaltete der BFW in den Räumlichkeiten des Bundes­ministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ein Investorengespräch zum Stu­dentischen Wohnen. Über 55 Teilnehmer waren bei der Veranstaltung vertreten. Ne­ben Investoren, Entwicklern und Bauträgern sowie Architekten und Stadtplanern nah­men auch Vertreter aus dem Bundesbauministerium, der Bundesanstalt für Immobilien­angelegenheiten (BImA), dem Deutschen Studentenwerk und dem Freien Zusammen­schluss von StudentInnenschaften am Dialog teil. Spannende Projektbeispiele wurden vorgestellt und anschließend diskutiert. „Es ist sehr erfreulich, dass die derzeitigen Vorhaben zum studentischen Wohnen auch das Thema der Nutzermischung einbezie­hen oder einfache Umbaumaßnahmen für spätere Nutzergruppen ermöglichen“, folger­te Rasch nach dem Termin.

„Das Investorengespräch hat die Ergebnisse unserer Studie sehr bereichert. Es freut mich vor allem, dass ein Drittel der Teilnehmer bereits aktiv am Markt tätig ist, ein weiteres Drittel sein Niveau steigern möchte und das letzte Drittel motiviert ist, neu in den Markt einzusteigen“, so Rasch. Klar erkennbar sei aber auch die Forderung nach allgemein verlässlichen baupolitischen Rahmenbedingungen. Zu diesen zählten niedrige Grund- und Grunderwerbsteuern, beschleunigte Baugenehmigungsverfahren und eine Liegenschaftsvergabe an die besten Projekte und nicht an den Höchstbietenden. Die hohen Anforderungen an die Energieeffizienz sowie kommunale Auflagen zur Schaffung von Stellplätzen für PKWs seien dagegen nicht wirtschaftlich und stehen der Schaf­fung von preiswertem Wohnraum allgemein, aber insbesondere für Studentenwohnun­gen entgegen. Fördermittel der Länder und des Bundes wie auch die Umwidmung von Büroimmobilien zu Wohnraum würden mehr Dynamik in das Segment bringen und mit­telfristig für Entspannung sorgen.

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