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„CUBITY“ von der TU Darmstadt und DFH verspricht bezahlbaren Wohnraum

(6.7.2014) Bezahlbare Studentenwohnungen sind knapp: Mehr als 70.000 Unterkünfte fehlen nach Angaben des Bundesbauministeriums in Deutschland. Ein bemerkenswer­tes Konzept wurde jetzt von der TU Darmstadt und der DFH Deutsche Fertighaus Hol­ding AG vorgestellt: Die Architekturstudenten und Deutschlands größtes Fertighaus­unter­nehmen präsentieren auf dem Architektur- und Technikwettbewerb „Solar De­cathlon Europe 2014“ im französischen Versailles einen zweigeschossigen Wohnpavil­lon in Fer­tigbauweise: „CUBITY“ bietet modularen und transportierbaren Wohnraum für zwölf Studierende auf einer Grundstücksfläche von lediglich 16 mal 16 Metern.

Das räumliche Konzept des Wohnpavillons folgt dem „Haus-im-Haus“-Prinzip: Zwölf Wohnwürfel, die so genannten „Cubes“, gruppieren sich in dem zweigeschossigen Gebäude um einen zentralen und relativ großzügig angelegten Gemeinschaftsbe­reich. Mit den „Cubes“ verfügt jeder Bewohner über ein eige­nes Zimmer. Auf einer Fläche von 7,2 m² sind hier funktions­optimierte Einbaumöbel (Bett, Schrank, Schreibtisch, Stuhl) sowie eine kleine Sanitärzelle mit WC, Waschbecken und Du­sche untergebracht.

„Wir beschäftigen uns bereits seit einiger Zeit mit der Frage, wie sich das Wohnungsproblem von Studierenden möglichst wirtschaftlich lösen lässt, ohne auf modernen Wohnkomfort, eine nachhaltige Bauweise und hohe energetische Standards zu verzichten“, erklärt Thomas Sapper, Vorstandsvorsitzender der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG. „Daher sind wir sehr erfreut, der TU Darm­stadt bei diesem zukunftsweisenden Projekt als technischer Partner und Hauptspon­sor zur Seite stehen zu können.“ Sämtliche benötigten Bauteile entstanden nach ei­ner intensiven Planungsphase von der DFH in Simmern.

Das „CUBITY“-Konzept entwickelte sich aus der Frage, welche Wohnsituation die Be­dürfnisse von Studierenden am besten erfüllen kann. Eine Analyse der TU Darmstadt ergab, dass gemeinschaftliche Tätigkeiten überwiegen: Studierende möchten zusam­men kochen, essen, feiern und entspannen. Möglichst große private Rückzugsräume sind ihnen in der Regel weniger wichtig. Dementsprechend konzentrierten sich die an­gehenden Architekten der TU Darmstadt darauf, die individuellen Zimmer auf die wich­tigsten privaten Funktionen wie das Schlafen, das Arbeiten und die Körperhygiene zu reduzieren. Der Gemeinschaftsbereich aus Marktplatz, Küchenzone, Empore und Ter­rassen ist dagegen im Rahmen der knappen Gesamtfläche maximiert.

Zielsetzung von TU Darmstadt und DFH war es, mit „CUBITY“ ein wirtschaftliches und nachhaltiges Konzept für die Bereit­stellung von Wohnraum für Studierende zu entwickeln. Dank der Nutzung regenerativer Energien erfüllt der jetzt in Versail­les vorgestellte Wohnpavillon den Plus-Energie-Standard. Die Fertigbauweise aus Holz ermöglicht darüber hinaus Flexibilität, Modularität und Transportierbarkeit.

„Bislang schrecken viele Investoren davor zurück, bezahlbaren Wohnraum für Studierende zu schaffen, weil sich der langfristi­ge Bedarf nicht verlässlich kalkulieren lässt. Selbst in den Uni­versitätsstädten können die Studierendenzahlen schließlich in Zukunft auch wieder sinken“, erklärt DFH-Vorstandschef Sap­per. „Die modulare Fertigbauweise und die Transportierbarkeit des Wohnpavillons schaffen dagegen Sicherheit, denn bei Be­darf lässt sich für das Gebäude der Standort wechseln.“

Seine Transportierbarkeit stellt „CUBITY“ bereits in wenigen Wochen unter Beweis: Nach dem Ende der Ausstellungszeit beim „Solar Decathlon Europe 2014“ wird das Studentenwohnhaus in Nähe der TU Darmstadt aufgebaut. Dort untersuchen dann die Wissenschaftler und Architekturstudenten um Prof. Manfred Hegger und Prof. Anett-Maud Joppien in den nächsten Monaten, wie Studierende das neue Wohnkon­zept in der Praxis akzeptieren.

Weitere Informationen zum „CUBITY“ können per E-Mail an DFH angefordert werden.

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