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„Wir Modernisieren Deutschland“ als „Lotsensystem“ für die Gebäudesanierung vorgestellt

Wir Modernisieren Deutschland
  

(21.1.2013; BAU 2013-Bericht) Die Bauwirtschaft in Deutsch­land will die Energiewende anpacken. Dazu stellten die Fach­messe BAU, der Baustoff-Fachhandel und die Dämmtsoff­industrie am 14.1.2013 in München die neue Initiative  „Wir Modernisieren Deutschland“ vor. Die Initiatoren verstehen die Initiative  als ein „Lotsensystem“ für alle, die an der Moderni­sierung und Sanierung von Gebäuden beteiligt sind. „Es geht um Kompetenz vor Ort - genau da, wo modernisiert wird. Die Initiative bietet dem Verbraucher bundesweit eine gewerkeübergreifende Beratung - einen Brückenschlag zu Branchenprofis“, versprach Stefan Thurn bei der Vorstellung. Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Bau­stoff-Fachhandel (BDB) spricht von einem übergreifenden „Modernisierer-Service“.

Die Initiative „Wir Modernisieren Deutschland“ verfolgt bei der Gebäudesanierung ein deutlich formuliertes Ziel: clevere, professionelle und effiziente Gesamtlösung statt Stückwerk. „Nur das ideale Zusammenspiel von Bauherren und Investoren, Planern, Energieberatern, Handwerkern, Baustoff-Fachhändlern und Baustoff-Produzenten ga­rantiert die optimale Modernisierung. Die qualifizierte Beratung und professionelle Aus­führung braucht ‚kein x-faches Ich’, sondern ein ‚gemeinsames Wir’“, sagt der Vorsit­zende des Gesamtverbandes Dämmstoffindustrie (GDI), Klaus Franz.

An einem Strang ziehen - nur so könne die Mammutaufgabe der Sanierung und Moder­nisierung der bundesweit über 14 Millionen Gebäude, die 30 Jahre und älter sind, gelin­gen, sagt Dieter Schäfer. Der Vorsitzende des Kuratoriums der Fachmesse BAU sieht in der neuen Initiative einen wichtigen Baustein für die Energiewende in Deutschland. Immerhin gingen 40 Prozent des Gesamt-Energieverbrauchs auf das Konto öffentlicher und privater Gebäude in Deutschland. „Durch fachgerechtes Sanieren und durch mo­derne Gebäudetechnik lassen sich bis zu 80 Prozent des Energiebedarfs einsparen“, so Schäfer. Darüber hinaus trage eine ganzheitliche Modernisierung auch dazu bei, die Gebäudesubstanz nachhaltig aufzuwerten.

Schäfer unterstreicht dabei die Bedeutung des Fachhandels. Ihm komme eine Schlüs­selrolle zu: „Der Baustoff-Fachhandel spricht Profis ebenso an wie Endverbraucher. Er vermittelt zwischen Herstellern, Planern und Handwerkern. Und er weist mit seiner gewerkeübergreifenden Fachberatung den richtigen Weg zur Sanierung“, sagt Dieter Schäfer. Diese Kompetenz werde mit der Initiative „Wir Modernisieren Deutschland“ jetzt zu einer „Institution in der Baubranche“ gemacht und auf große Füße gestellt.

Der Baustoff-Fachhandel verfügt, so BDB-Präsident Stefan Thurn, über eine Struktur, die der Initiative zum Erfolg verhelfe: Über 1.000 Unternehmen mit mehr als 2.100 Niederlassungen gibt es bundesweit – als „Knotenpunkte der Modernisierung und der energetischen Sanierung“ in Deutschland. Dort gebe es ein enormes Profi-Know-how – etwa baustoffspezifisches Wissen. Als Partner der Initiative „Wir Modernisieren Deutschland“ präsentierten sich auf der Messe unter anderem BayWa, Eurobaustoff und Hagebau.

„Die Initiative hat durch qualifizierte Beratung und professionelle Ausführung nicht nur ein einzelnes Gewerk im Blick, sondern das ‚Gesamtsystem Haus’. Denn was nutzen barrierefreie Wohnungen mit Heizkosten, die sich kein Rentner leisten kann? Warum nicht bei der Erneuerung der Fußbodenfliesen auch an die Dämmung der untersten Geschossdecke denken – oder an eine Fußbodenheizung?“, so GDI-Vorsitzender Klaus Franz. Ziel der Initiative seien schließlich zukunftssichere Gebäude.

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