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Eine wachsende Zahl von Haushalten verfügt über moderne Feuerstätten

(6.4.2004) Moderne Feuerstätten liegen voll im Trend. Eng damit verbunden ist der Markt für Festbrennstoffe, der aufgrund des gestiegenen Holzverbrauchs weiter wächst. Im vergangenen Jahr wurden fast 500.000 Tonnen Holz und eine Million Tonnen Braunkohlenbriketts über Handel und Märkte verkauft. Das ergab eine von der Rheinbraun Brennstoff GmbH in Auftrag gegebene Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg, die im Rahmen einer schriftlichen Befragung von 14.000 repräsentativ ausgewählten Haushalten jährlich den Bestand und die Nutzung von Heizgeräten sowie den Verbrauch von Festbrennstoffen erhebt.

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Der Gerätemarkt unterteilt sich in traditionelle und moderne Heizgeräte:

  • Zu den traditionellen Geräten zählen Dauerbrandöfen, Kohleherde und Badeöfen sowie mit Kohle betriebene Zentral- und Etagenheizungen. In der Mehrzahl werden sie als alleinige Heizquelle genutzt. Wegen der Umstellung auf andere Heizungssysteme und Energiequellen ist dieses Segment seit Jahren rückläufig.
  • Als moderne Feuerstätten gelten Kachel- und Kaminöfen, Heizkamine und offene Kamine, die als Zusatzheizung eingesetzt werden. Der Bestand an modernen Geräten steigt in Deutschland pro Jahr um 250.000 bis 300.000 Stück. Heute verfügt fast jeder dritte Haushalt über mindestens ein Heizgerät für Festbrennstoffe.

Ein Zehn-Jahres-Vergleich dokumentiert den massiven Strukturwandel im Heizgerätemarkt. Während das Segment der traditionellen Heizgeräte zwischen 1993 und 2003 von 14,4 Mio. auf aktuell 5,8 Mio. Geräte sank, stieg die Zahl der modernen Feuerstätten im gleichen Zeitraum von 5,1 Mio. auf 8,5 Mio. Stück an. Mittelfristig dürfte sich der Bestand bei etwa 14 Mio. Feuerstätten stabilisieren. Bemerkenswert ist hier die Tatsache, dass inzwischen fast jedes zweite Gerät über Baumärkte vertrieben wird.

Nach wie vor spielt Holz als Brennstoff eine dominierende Rolle. Fast sieben Millionen Haushalte nutzen Holz als Brennmaterial. Während der vergangenen fünf Jahre nahm dabei der Holzverbrauch in Deutschland um fast ein Viertel auf über 12,8 Mio. Tonnen zu. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Beschaffung des Brennholzes zu einem großen Teil kostenlos oder über private Quellen erfolgt. Der für den Brennstoffhandel und die Holzwirtschaft relevante Absatzmarkt ist mit 1,75 Mio. Tonnen daher deutlich kleiner als der tatsächliche Bedarf. Mengenmäßig wird der Markt von den Braunkohlenbriketts bestimmt, die auf 57 Prozent des Absatzvolumens kommen. Holzscheite erreichen hier einen Anteil von 27 Prozent. Steinkohlenprodukte erzielen fünf, Holzbriketts sechs und Holzpellets drei Prozent.

Obwohl der durchschnittliche Verbrauch in Zusatzheizungen deutlich geringer ist als im Bereich der traditionellen Heizgeräte, stellt diese Zielgruppe langfristig eine wichtige Option für das zukünftige Handelsgeschäft dar. Das Potenzial für Festbrennstoffe ist insofern noch längst nicht ausgeschöpft. Die Faszination von brennenden Holzscheiten lässt sich dabei hervorragend mit der lang anhaltenden Wärme von Braunkohlenbriketts kombinieren.

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