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Thermische Solaranlagen weiterhin gefragt als Öko-Wärmelieferant

(5.8.2015) „Sonnenheizung auf Platz Eins! Solarenergie hat unter den Heizenergien im Neubau weiterhin die Nase vorne“, freut sich der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar): Von den rund 216.000 im vergangenen Jahr errichteten Wohnungen sollen knapp 70.000 Wohnungen Solarenergie für die Wassererwärmung und immer­hin rund 38.000 Wohnungen für die Heizungsunterstützung nutzen. Dies gehe aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervor, die dem BSW-Solar vorliegen.

„Mit der Sonne zu heizen liegt voll im Trend: die Technologie ist klimafreundlich, preisgünstig und technisch ausgereift“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Bereits mehr als zwei Millionen Haushalte und Betriebe nutzen laut BSW-Solar in Deutschland Solarwärme.

Zur Erinnerung: Solarthermie-Anlagen benötigen - anders als andere  Öko-Wärme­lieferanten wie Pelletheizungen oder Wärmepumpen - in der Regel immer auch noch einen weiteren Energieerzeuger, wie z.B. einen Gas- oder Ölkessel. Lassen sich dann aber Solarthermie-Anlagen einerseits und Wärmepumpen sowie Biomassekes­sel in einem Ranking gegenüberstellen? In der „Marktentwicklung Wärmeerzeuger 2014“ vom BDH tauchen Solaranlagen beispielsweise gar nicht auf:

Im Neubau ist die Nutzung Erneuerbarer Energien seit 2009 gesetzlich vorgeschrieben. Auch bei der Heizungsmodernisierung oder der Nachrüstung bestehender Heizungen erfreut sich die Nutzung von Solarenergie wachsender Beliebtheit. Erst jüngst wurden die staatlichen Zuschüsse deutlich angehoben - siehe Baulinks-Beitrag „MAP 3.0: Up­date für das Marktanreizprogramm ... und den BDH-Förderleitfaden“ vom 18.3.2015. In der Folge registrierte das Bundesamt für Wirtschaft im Monat Juni rund ein Drittel mehr Förderanträge als im Vorjahr.

„Da die Gesamtfördersumme gedeckelt ist, sollte man jedoch nicht zu lange warten“, so Körnig. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um noch vor Beginn der Heizperiode eine klimafreundliche und kostengünstige Heizung einbauen zu lassen.“

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