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Holzschaum vom Fraunhofer Institut für Holzforschung erhält GreenTec Award


  

(28.4.2015) Die ersten Preisträger der GreenTec Awards 2015 stehen fest: In der Kategorie „Produktion“ wurde der Award auf der Hannover Messe vorab an das Projekt „QMILK - die Faser aus Non-Food-Milch“ verliehen (siehe auch „Biowerk­stoff des Jahres 2014“ vom 5.5.2014). Die Berliner Wasserbe­triebe erhielten den Preis in der Kategorie „Recycling & Res­sourcen“ am 20. April für die „Berliner Pflanze“ – so heißt ein mineralischer Langzeitdünger auf Phosphor-Basis, den die Ber­liner Wasserbetriebe entwickelt haben. Die Rückgewinnung von Phosphor aus Abwasser basiert auf einem chemisch-physikalischen Recycling von Klärschlamm.

Das bereits 2014 auf Baulinks vorgestellte Projekt „Holzschaum – Natürlicher Hart­schaum ohne Erdöl für Dämmung und Verpackung“ des Fraunhofer-Instituts für Holz­forschung WKI wurde nun am 27. April als Gewinner in der Kategorie „Bauen & Woh­nen“ gekürt.


v.l.n.r.: Gunther Adler (Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit), Prof. Dr.-Ing. Bohumil Kasal, (Leiter des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung WKI), Dr. Julia Scholtyssek (Wissenschaftlerin), Prof. Dr.-Ing. Volker Thole (Leiter des Fachbereichs Verfahrens-und Systemtechnik Holzwerkstoffe), Axel Gedaschko (Präsident Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen GdW), Marco Voigt (Initiator der GreenTec Awards), Angelika Müller (Moderatorin, Herausgeberin der Wohn- und Architekturmagazine H.O.M.E. und domus) (Bild vergrößern)

Schaumstoffe dämmen Häuser, polstern Waren beim Versand und dienen als Leicht­baumaterial. Denn diese Materialien sind leicht, lassen sich günstig produzieren und besitzen gute Dämmeigenschaften. Doch sie haben auch ein Manko: Sie basieren vor allem auf Erdöl oder Erdgas und sind folglich nicht besonders umweltfreundlich. Lang­fristig sollen Materialien aus nachwachsenden Naturstoffen die erdölbasierten Produk­te ersetzen.

Umweltschonend und recycelbar

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung WKI in Braunschweig verfolgen dagegen einen nachhaltigen Ansatz, indem sie ein Verfahren entwickelten, um aus Holzpartikeln Schaumstoff herzustellen. Der Holzschaum lässt sich genauso einsetzen wie klassische Kunststoffschäume, ist dabei aber ein hundertprozentiges Naturprodukt aus nachwachsenden Rohstoffen. Daher lässt er sich im Gegensatz zu herkömmlichem Schaumstoff auch problemlos recyceln - siehe auch Beitrag „Holzschaum-Wärme­dämmplatten auf dem Level klassischer Kunststoffschäume“ vom 11.3.2014.

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