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NDR: Mangelhafter Brandschutz in der Lüftung der Medizinischen Hochschule Hannover

(31.7.2014) Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) verfügt in mindestens zehn Operationssälen nur über mangelhaften Brandschutz. Ein dem NDR Fernsehmagazin „Hallo Niedersachsen“ sowie NDR 1 Niedersachsen vorliegender TÜV-Bericht aus dem Jahr 2010 soll auf schwere Mängel hinweisen. Es gebe „wesentliche und sicherheits­relevante Mängel, die unverzüglich zu beseitigen sind“.


Hallo Niedersachsen-Sendung vom 25. Juli 2014 (ab Minute 7:05)

Bis 2013 wurden zwar Verbesserungen durchgeführt, jedoch blieben gravierende bauli­che Mängel bestehen. So habe es auch im März öffentlich Kritik an den hygienischen Zuständen der Lüftungsanlage der MHH gegeben. Die MHH verweist in Sachen Brand­schutz auf knappe Haushaltsmittel, die weiter reichende Maßnahmen angeblich verhin­dert hätten. Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) hatte in In­terviews Investitionen für 2015 angekündigt. Ob sie, im Falle der Freigabe durch den Landtag, ausreichen werden, ist laut NDR unklar.

Probleme mit Brandschutzklappen

Konkret seien laut Unterlagen Brandschutzklappen nicht mehr funktionstüchtig oder falsch eingebaut. Die MHH schließt nicht aus, dass dadurch im Brandfall Rauch in OP-Säle eindringen könnte. Allerdings seien diese mit Rauchmeldern ausgestattet und ei­ne Evakuierung sei möglich. Von den 36 Operationssälen der MHH seien 16 noch sa­nierungsbedürftig. Zehn davon befinden sich in Gebäudetrakt K5. Dort sind die brand­schutzrelevanten Lüftungsanlagen teilweise auf dem technischen Stand der späten 1960er-Jahre.

Die Hochschule hofft jetzt auf Geld vom Land, um die veraltete Technik zu ersetzen. Doch bis das Geld bewilligt ist und die Baumaßnahmen im Trakt K5 beginnen können, dauere es noch mindestens zwei Jahre, so die MHH.

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