Redaktion  || < älter 2013/1393 jünger > >>|  

Geldern illuminiert Unterführung farbenfroh mit LED-Lichtwand von Hess

(31.7.2013) Unterführungen sind oft düstere und verdreckte Orte, die bei Fußgängern und Radfahrern Unbehagen erzeugen. Dass es auch anders geht, zeigt eine Unterfüh­rung in unmittelbarer Bahnhofsnähe in Geldern, die den neuen Stadtteil Nierspark an die Innenstadt anbindet. Diese Unterführung empfängt die Passanten ab Einbruch der Dämmerung farbenfroh illuminiert. Erzeugt wird die eindrucksvolle Beleuchtung von glä­sernen LED-Lichtwänden:

Das niederrheinische Geldern ist bekannt für seine hochwertige Stadtplanung und Baukultur. Entsprechend hohe Erwartungen stellte der Stadtrat an die Wettbewerbs­beiträge zur Erschließung des neuen Stadtteils Nierspark westlich der Bahnstrecke Düsseldorf – Kleve und dessen Anbindung an das Stadtzentrum (siehe Google-Maps). Überzeugen konnte die städtebauliche Konzeption einer Doppelplatzanlage beiderseits der Bahntrasse, die das Aachener Architekturbüro Raumplan entwickelte und in Teil­projekten sukzessive umsetzte. „Das Scharnier der Anlage bildet die sich großzügig zu beiden Seiten öffnende Unterführung nahe des Bahnhofs“, erklärt Architekt und Stadtplaner Uli Wildschütz von Raumplan. Als zentrale Baumaßnahme dieses Stadt­entwicklungsprojekts übernimmt sie zwei wichtige Funktionen: sie stellt die direkte fußläufige Verbindung zwischen Innenstadt und Nierspark her und erschließt außer­dem die Westseite des Bahnhofs.

Der städtebaulichen Bedeutung dieser neuen Achse trug Raumplan mit einer an­spruchsvollen Architektur Rechnung. Wichtig war dem Planungsteam, dass die Zu­gänge zur Unterführung und die neun Meter lange Unterführung selbst von weithin einsehbar sind.

Betont hochwertige Gestaltung

Von der Stadtseite kommend werden Fußgänger, Rollstuhlfah­rer und Radfahrer in einer halbkreisförmigen Rampenanlage mit zentralem Treppensegment nach unten geführt. Auf der West­seite empfängt sie eine rechteckige Treppen-/Rampenanlage, an die sich der neu angelegte Wasserplatz anschließt. Die westlichen Bahnsteige sind durch parallel zu den Gleisen ver­laufende Treppen direkt an die untere Ebene der Anlage ange­bunden. Die hellen Betonfertigteile der Wände und Rampenein­fassungen, kontrastierende Bodenbeläge in Basalt-Anthrazit sowie durchlaufende Flachstahlgeländer lassen die Treppen-/Rampenanlage hell und freundlich wirken.

Elegantes Leuchtendesign von Hess unterstreicht die hoch­wertige Gestaltung. Für die Platzbereiche wurde die Lichtsäule Vigo und für die Treppenabgänge das Spiegelwerfersystem Ve­do ausgewählt. In den Nachtstunden leuchten sie die gesam­ten Treppen-/Rampenanlage gleichmäßig aus.

Ebenso einladend präsentiert sich die Unterführung mit ihrem breiten Querschnitt und den vertikalen Profilglasbahnen an Stirnseiten und Innenwänden. Bei Tag fügen sich die Glas­oberflächen gestalterisch in die Architektur und Materialität der Gesamtanlage ein. Mit Einbruch der Dunkelheit verwandeln sie sich zu farbigen Lichtwänden:

Angenehme Lichtatmosphäre schafft Vertrauen

Raumplan stellte die von Hess in Kooperation mit Pilkington entwickelte LED-Licht­wand bereits im Wettbewerbsentwurf vor. „Mit den flexibel steuerbaren LEDs lassen sich stimmungsvolle Szenarien erzeugen, die die Nutzung der Unterführung bei Dun­kelheit angenehm gestalten und dem Wunsch nach Sicherheit entgegenkommen“, be­schreibt Wildschütz die Idee. Die Entscheidung zugunsten der Hightech-Lösung fiel nach einem Besuch auf dem Schauplatz von Hess in Villingen, bei dem die Vertreter des städti­schen Bauamts von Geldern die Farbbrillanz und Ästhetik der dort instal­lierten LED-Lichtwand live erlebt hatten.

Die Beleuchtung der doppelschalig montierten Profilglaselemente von Pilkington (Modell P Profilit K65607) übernehmen die von Hess eigens für Lichtwände entwickelten LED-Leuchten vom Typ Ledia FP. Diese sind mit jeweils sechs RGB-Hochleistungs-LEDs be­stückt. Um die Funktionstüchtigkeit im Falle einer Überschwemmung der Unterführung nicht zu gefährden, wurden die Leuchten in das obere Rahmenprofil integriert und nicht wie es die Standardausführung vorsieht in das untere. Für eine homogene Be­leuchtung der Glasbahnen über die gesamte Profilhöhe sorgen Reflektoren im unteren Rahmen sowie selbstklebende Reflektorbänder auf den kurzen Schenkeln der Profilglä­ser.

abgestimmte Szenarien

Die Steuerung der RGB-LED-Module übernehmen Chromoflex Controller. Mit ihren acht bereits vorinstallierten Programmen lassen sich verschiedenste Effekte erzeugen. Für Abend- und Nachtstunden favorisierten die Planer langsame, weiche Farb­wechsel, um den Passanten das Gefühl von Ruhe und Sicher­heit zu vermitteln. Dabei gehen die Stirnseiten komplett von einer Farbe in die andere Farbe über, während die Innenwän­de in bunten Sequenzen durchwechseln.

Andere Assoziationen weckt die morgendliche Inszenierung. Vor acht Uhr, wenn die Unterführung vorwiegend von Schülern genutzt wird, versprühen die Lichtwände einen Hauch von Dis­coatmosphäre mit rhythmischen Farbfolgen und kurzen Licht­blitzen.

„Die Resonanz der Bürger auf die attraktiv beleuchtete Unter­führung ist sehr positiv“, freut sich Hans-Willi Ophey vom Tief­bauamt Geldern. Auch hat sich bisher die Erfahrung anderer Kommunen in Geldern bestätigt, dass erkennbar hochwertige Oberflächen und Stadtmöbel sowie schönes Licht nicht nur für Wohlfühlatmosphäre sorgen, sondern auch dem Vandalismus vorbeugen.

Weitere Informationen zu Lichtwänden sowie Vigo und Vedo können per E-Mail an Hess angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

ausgewählte weitere Meldungen:

siehe zudem:


zurück ...
Übersicht News ...
Übersicht Broschüren ...