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Verbraucherzentrale: Werbung für Klimageräte oft mit falschen Angaben

(22.7.2010) Da mobile Klimaanlagen häufig irreführend beworben werden, haben der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und sechs Verbraucherzentralen 35 Un­ternehmen wegen fehlender, falscher oder scheinbar positiven Angaben abgemahnt.

Die 35 Hersteller und Händler wurden abgemahnt, weil die Klimageräte gar nicht oder falsch bezüglich ihrer Energieeffizienz und ihres Verbrauchs gekennzeichnet waren, und/oder trotz ihres besonders hohen Stromverbrauchs mit Hinweisen wie "voll ökolo­gisch" oder "hoch effizient" beworben wurden. Ein Großteil der Unternehmen wurde auch abgemahnt, weil sie die Kältemittel der Geräte als "umweltschonend" oder "um­weltfreundlich" bezeichneten, obschon diese klimaschädlich sind und die Nutzung teilweise bereits seit 1991 gesetzlich eingeschränkt wurde.

Der Hersteller De'Longhi wurde verklagt, weil er eines seiner Klimageräte als "Öko" be­zeichnet, obwohl es in die Energieeffizienzklasse E eingruppiert ist. Eine Abmahnung erhielt auch der Otto-Versandhandel - wegen falscher beziehungsweise fehlender Angaben auf seinem Onlineportal.

Zur Erinnerung: Die Energieeffizienzklasse wird mit dem EU-Energielabel auf Elektro­großgeräten angegeben. Sie wird mit einer Skala von A bis G angegeben, wobei A für einen niedrigen und G für einen hohen Energieverbrauch steht.

Angaben zu Energieeffizienz und Energieverbrauch fehlen

Bei den Werbeanzeigen fiel insbesondere auf, dass viele Baumärkte nur ungenügende oder falsche Angaben zu den Klimageräten machen. So fehlten in den Filialen von Bauhaus Rhein-Ruhr oftmals die gesetzlich vorgeschriebenen Etiketten mit den Anga­ben zu Energieeffizienz und Energieverbrauch oder die Geräte waren nur mit auslän­dischen Etiketten ausgezeichnet. Auch Obi und Toom verstießen gegen die gesetz­lichen Vorschriften zur Energiekennzeichnung und betitelten zudem die schädlichen Kältemittel als ökologisch oder umweltfreundlich.

Abmahnungen wegen Werbung mit Klimaschutzargumenten

Im Rahmen der Verbraucherallianz "fürs klima" gehen die Verbraucherzentralen seit 2009 gegen Unternehmen vor, die zu Unrecht mit Klimaschutzargumenten werben.

"für mich. für dich. fürs klima." ist ein Bündnis des Verbraucherzentrale Bundesver­bands (vzbv) mit den Verbraucherzentralen und weiteren Verbraucherverbänden. Die Allianz wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert.

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