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Broschüre informiert über Gefahrstoff Asbest

(18.4.2010; Verlinkung zuletzt am 25.10.2015 korrigiert.) Kein Baustoff hat so viel Staub aufgewirbelt wie Asbest. Von der "Wunderfaser" ist die einst geschätzte As­bestfaser zu einem Reizwort geworden. Schätzungen gehen noch etwa 190.000 auf Asbest zurückzuführende Erkrankungen bis 2015 in Deutschland aus. Zwar ist der Einsatz des Baustoffs zwischenzeitlich nicht mehr zulässig, der Umgang mit ihm ist aber bei Abbruch und Sanierung von Gebäuden teils nicht vermeidbar. Werden die Arbeiten nicht fachgerecht ausgeführt, können große Mengen des Stoffes freigesetzt werden.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) wendet sich deshalb mit einer neuen Informationsbroschüre über den Gefahrstoff Asbest besonders an Bauherren, Architekten, Ingenieure und Beauftragte, die mit Sanierung, Abriss und Entsorgung von asbesthaltigen Bauprodukten betraut sind.

  • Welche asbesthaltigen Baustoffe gibt es?
  • Wie groß ist der Umfang der Altlasten?
  • Wie lassen sich Asbesterzeugnisse nachweisen?
  • Bei welchen Arbeiten ist die potenzielle Asbestbelastung am größten?
  • Welche Rechtsgrundlagen sind beim Umgang mit den Erzeugnissen zu beachten?

Das Heft behandelt Fragen wie diese und geht auch auf die ordnungsgemäße Besei­tigung und Verwertung von Asbestabfällen ein. Der Autor, Dr. Roland Herr hält die praktizierte Entsorgung durch Deponierung für praktikabel und kostengünstig, aber nicht für eine Dauerlösung. Angesichts der großen, in Deutschland immer noch jährlich entsorgten Mengen müssten die Verfahren zur Dekontaminierung und Verwertung von Asbest weiterentwickelt werden.

Das Heft ist in der Reihe "BBSR-Berichte KOMPAKT" erschienen und kann kostenlos per E-Mail an Silvia Haupt vom BBSR angefordert sowie auf der Website des Forschungsinstituts als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

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