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Was man über Wärmepumpen wissen sollte

(14.7.2006) "Energiepreise krempeln den Heizungsmarkt um", "Vom Geheimtipp zum Problemlöser", "Genug geärgert über hohe Öl- und Gaspreise" und "Warum man mit der Wärmepumpe die richtige Wahl trifft?": In Zeiten dauerhaft hoher Energiepreise suchen viele Hausbesitzer nach Alternativen zu Öl und Gas. Die Wärmepumpe ist - wie die Schlagzeilen beweisen - in aller Munde und die Nachfrage riesengroß.

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Foto: Stiebel-Eltron

Eine Wärmepumpe kann dem Wasser, dem Erdreich oder der Luft Wärme entzieht - und das funktioniert selbst dann, wenn diese Umgebung deutlich kälter ist als der Wärmeträger der Wärmepumpe. Dieses wird durch einen physikalischen Trick möglich: Entspannt sich ein unter Überdruck stehendes Gas, "nimmt" es sich in jedem Fall aus seiner (auch kälteren!) Umgebung die für die Volumenvergrößerung benötigte Wärme. Für die Verdichtung des Gases sorgt ein Kompressor, der um so mehr zutun hat und Energie verbraucht (Strom oder Erdgas), je kälter Wasser, Boden oder Luft sind. Auf das Jahr hochgerechnet kann eine Wärmepumpe die Heizkosten gegenüber einer herkömmlichen Heizung um rund 50 Prozent senken. Bei einem solchen Einsparpotenzial haben sich die Investitionskosten für eine Anlage bereits nach wenigen Jahren amortisiert. Wärmepumpen sind hinsichtlich der Lebensdauer mit jedem anderen Heizsystem vergleichbar. Viele Anlagen laufen schon seit über 25 Jahren im störungsfreien Dauerbetrieb - und zwar bemerkenswert zuverlässig und nahezu wartungsfrei.

Wärmepumpen zur Nutzung der Energie aus Erde oder Wasser werden grundsätzlich im Keller oder Hauswirtschaftsraum aufgestellt. Will man sein Haus mit Außenluft beheizen, hat man die Wahlmöglichkeit, die Wärmepumpe im Freien (beispielsweise im Garten, siehe Bild oben) oder im Keller aufzustellen.

Nicht nur im Neubau auch bei der Modernisierung treten Wärmepumpen immer mehr in den Vordergrund. So ist es möglich, einen vorhandenen Gas- oder Ölkessel durch hocheffiziente Systeme zu ersetzen. Häufig kann das vorhandene Wärmeverteilsystem unverändert weiter genutzt werden. Insbesondere dann, wenn der Wärmebedarf des Gebäudes im Laufe der Jahre durch nachträgliche Wärmedämm-Maßnahmen reduziert wurde. Der Einsatz von Niedertemperatur- oder Fußbodenheizung ist in Verbindung mit Wärmepumpen empfehlenswert. Aber selbst in Kombination mit Radiatoren - und das bis zu Vorlauftemperaturen von 55 Grad - sind Wärmepumpen verwendbar.

Seit dreißig Jahren beschäftigt man sich in Deutschland mit der Wärmepumpe. Der Fortschritt zeigt sich insbesondere in der Leistungsfähigkeit der Geräte. Heutige Wärmepumpen leisten ein Mehrfaches von dem, was früher möglich war. Zu den klassischen Wärmepumpen-Systemen sind außerdem Kompaktheizzentralen hinzugekommen, die mit Umweltwärme heizen, Warmwasser bereiten, kühlen und lüften.

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