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CAD-Datenaustausch zwischen Architektur- und Haustechniksoftware via IFC live erleben

(12.3.2004) Bereits seit geraumer Zeit schwelt die Diskussion über ein herstellerunabhängiges Datenaustauschformat für das Planen und Bauen, das über die reine Plangrafik hinaus geht und mit zusätzlichen, informellen Gebäude- und Bauteil-Informationen die Datenkommunikation zwischen Architekten und Fachplanern schneller, einfacher, sicherer und effizienter macht. Zumal besonders für den Büro-, Gewerbe- und Industriebau gewünscht ist, dass gerade die nicht grafischen Sachdaten, die sich im Verlauf von Gebäude-Planung und -Errichtung ergeben, für die Nutzungs-Phase und ein entsprechendes Facility Management erhalten bleiben.

Dass der durchgängige Austausch von Bauteil orientierten Gebäudedaten funktioniert, und wie er funktioniert, will die Industrieallianz für Interoperabilität e.V. (IAI) anhand ihres IFC-Formates an drei Termine im 1. Halbjahr 2004 präsentieren - und zwar ...

  • am 19.4. zur Light + Building, Messe Frankfurt , 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr, Raum "Consens", Halle 4.C
  • am 13.5. im Rahmen des IAI-Industrietages in München, 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr, Nemetschek-Haus in München/Riem
  • am 24.6. zu einer Fachtagung für Architekten und Fachplaner für Haustechnik, Bauphysik und Facility Mangement in Wien, Österreich.

Zu den Akteuren der Demonstrationen gehören zahlreiche CAD-Softwarehersteller und -Anwender aus Architektur und Haustechnik wie z.B.

Verschiedene Live-Szenarien demonstrieren den Datenaustausch zwischen Planung und Haustechnik in mehreren Schritten. Zum einen werden die Bestandsdaten eines Entwurfes von Obermeyer Planen + Beraten nacheinander in verschiedene Haustechnikprogramme (Heizung, Lüftung, Elektroplanung) übergeben. In einem anderen Szenario sind es die 3D-Daten eines Bürogebäudes der Münchener b17 Architekten, die automatisch auch auf mögliche Konflikte mit der Haustechnikplanung überprüft werden.

Interessierte Architekten, Bauplaner und Fachplaner aus Gebäudeautomation/Leittechnik, Haus- und Elektrotechnik sind herzlich zur Live-Demonstration und Diskussion eingeladen. Bei den Veranstaltungen in München und Wien wird es darüber hinaus ein interessantes Rahmenprogramm geben (u.a. Führung durch die Allianz-Arena in Fröttmaning am 13.5.).

Nachhaltige Gebäudeplanung auf der Basis Bauteil orientierter, intelligenter Datenmodelle

Immer mehr CAD-Softwarehersteller aus der Baubranche integrieren die IFC-Schnittstelle in ihre Programme. Einmal erzeugte Bauteile wie Wände, Stützen, Decken, Treppen, Dächer, Fenster, Türen, Räume und Geschosse aber auch Haustechnikkomponenten und -Kreisläufe tragen neben der Information über ihre 2D- und 3D-Geometrie eine Vielzahl weiterer Attribute mit sich, beispielsweise Mengen, thermische Anforderungen, Lasten oder gegenseitige Abhängigkeiten. Selbst wenn nicht mit Bauteildaten geplant wurde - wie das häufig noch bei Bestandsdaten der Fall ist - lassen sich die IFC-Bauteil-Informationen aus einem gut strukturierten 2D-Plan weitgehend automatisch generieren.

Der Anwender, der die Bauteil-Daten aus der Planung in Fachprogramme für Haustechnik, Elektrotechnik, Energiesimulation oder Mengenermittlung für das Kostenmanagement einliest, kann damit sofort weiterarbeiten. Da alle Bauteile in einem einheitlichen Standard definiert sind, lassen sich die Daten der Fachplaner erneut in ein beliebiges Architektur CAD- oder Haustechnik-Programm einlesen. Um möglichen Planungsfehlern vorzubeugen, können die Daten mittels Kollisionskontrollprogrammen auf Konflikte überprüft werden.

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