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Ein Fenster denkt mit: Schüco e-drive

Automatikfenster, Gebäudemanagement, Gebäudetechnik(9.7.2003) Neue Möglichkeiten für das Gebäudemanage­ment durch intelligente Fenstertechnik ergeben sich z.B. mit dem Chip-gesteuerten Antriebs- und Beschlagssystem "e-drive" von Schüco. Das System, das mit fast allen Aluminium-Profilserien von Schüco realisiert werden kann, ermöglicht kontrolliertes und natürliches Lüften durch zeit- und bedarfsgerechtes Öffnen und Schließen von Fenstern. Es reduziert so den Energiebedarf und ist integrierbar in das "e-window"-Steuerungskonzept zur optimalen Belüftung von Gebäuden. Durch einen automatischen Verriegelungsmechanismus übernimmt es zusätzlich Sicherheitsfunktionen.

"e-drive" kann bei Fenstern mit einem Flügelgewicht von bis zu 100 kg eingesetzt werden und ist in der Lage jede gewünschte Lüftungsstellung - ob gekippt oder parallel ausgestellt - innerhalb von 30 Sekunden zu realisieren. Die wartungsfreien, fast geräuschlos arbeitenden Stahlseil-Systeme (< 45 dba) für die automatischen Öffnungs- und Schließvorgänge werden vollständig verdeckt im Fensterprofil integriert und koppeln sich an die bestehenden Schüco-Beschläge an.

Außerdem ist es möglich, ein mit "e-drive"-Technik betriebenes Fenster auch von Hand zu öffnen. Das Fenster kann nach elektrischer Entriegelung manuell in eine Drehposition zur schnellen Lüftung oder Reinigung gebracht werden. Nach Schließen des Fensters erfolgt - auch bei Handbedienung - eine automatische Verriegelung mit integrierter Verschlussüberwachung. Eine eventuelle Notentriegelung bleibt dabei ohne Zerstörung des Fensters möglich. Kontrollleuchten am Fenster garantieren die Funktionsfähigkeit des Sicherheitssystems.

Die Bedienung von Schüco "e-drive" ist laut Hersteller "einfach und kann ohne Anleitung direkt und intuitiv ausgeführt werden". Sie erfolgt entweder zentral oder unmittelbar über einen Taster am Fensterrahmen, was zusätzlichen Verkabelungsaufwand für Tastaturen überflüssig macht. Außerdem ist eine Steuerung über ein Raumaggregat möglich. Damit können bei mehreren Fenstern im Raum Gruppenschaltungen wie etwa zentrale Verriegelung und die gleichzeitige Einzelbedienung über den jeweiligen Fensterabtaster realisiert werden. Im Falle einer Fehlbedienung wird der Motor durch einen integrierten Sensor gestoppt. Der Mechanismus hält ebenfalls an, sobald Kräfte auftreten, die den Beschlag zerstören könnten.

Einfach wie die Handhabung soll auch die Installation sein: Die Verkabelung erfolgt nach dem "Plug-and-Play"-Prinzip mit vertauschungssicheren, vorkonfektionierten Steckern. Bei falscher Montage gibt das System eine automatische Fehlermeldung ab. Das für jedes Fenster optimal dimensionierte 24-V-Netzteil ist so kompakt, dass es in einer Unterputzdose Platz findet. Durch ein Selbsterkennungssystem ist bei der Inbetriebnahme keine Programmierung erforderlich.

In Ergänzung zu bereits erhältlichen Antriebsarten wird "e-drive" in zwei Basisvarianten mit den Funktionen "Dreh-Kipp" (Ausstellweite von 175 mm umlaufender Spalt) und "Parallel-Ausstell-Dreh" (Ausstellweite von 14 mm umlaufender Spalt) angeboten. Sämtliche Optionen sind mit Schnittstellen für die Verkabelung, elektrischem Zubehör und Steuerungsmodulen zum Anschluss an die Gebäudeleittechnik/BUS-System ausgestattet. Weitere Öffnungsarten sind geplant.

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