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94% der Ingenieure für den Erhalt der HOAI

(7.6.2003) 94% der Ingenieure der deutschen Ingenieurkammern sind dafür, dass die Honorarordnung für Architekten und Ingenieurdienstleistungen (HOAI) erhalten bleibt und auch in der Praxis eingehalten wird. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesingenieurkammer bei einer Umfrage, die sie im Mai 2003 durchgeführt hat und an der sich bis zum 02. Juni 2003 insgesamt 685 Ingenieure aus der gesamten Bundesrepublik beteiligt Konzept. Nach Ansicht der Bundesingenieurkammer zeigt das Ergebnis der Umfrage, dass die Honorarordnung entgegen der Aussagen von Bundeswirtschaftsminister Clement eine sehr hohe Akzeptanz hat.

Dr.-Ing. Karl Heinrich Schwinn, Präsident der Bundesingenieurkammer, sagte zum Ergebnis der Umfrage: "Die hohe Zustimmung zur HOAI überrascht nicht, da alle am Bau Beteiligten die HOAI als gesetzlich festgeschriebenen Rahmen für die Leistungsbeschreibung und Leistungsabrechnung schätzen. Gerade von den öffentlichen Bauverwaltungen wird eine gesetzliche Grundlage für die Vergabe von Bauaufträgen gebraucht, damit Investitionen auf gesicherter Grundlage getätigt werden können."

Mit Blick auf die von Bundeswirtschaftsminister Clement aus Gründen des Bürokratieabbaus vertretene Abschaffung der HOAI sagte Schwinn: "Minister Clement sollte endlich zur Kenntnis nehmen, das alle, die etwas vom Bauen verstehen, für den Erhalt der HOAI eintreten." Es sollte dem Wirtschaftsministerium zu denken geben, dass auch Bundesbauminister Stolpe und die meisten Landesregierungen sich für eine Reform der HOAI und nicht für deren Abschaffung aussprechen. Er mahnte deshalb an, nun endlich mit der nötigen Reform der HOAI zu beginnen. "Wer als Reformminister gelten will, der muss auch Reformen anpacken und darf sie nicht aus taktischen Gründen über Monate verschleppen. Die Vorschläge der Architekten und Ingenieure zur Reform liegen seit Jahren auf dem Tisch."

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