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BINE-Themeninfo zur solarthermischen Gebäudekühlung

BINE-Themeninfo „Mit solarer Wärme kühlen“
  

(9.8.2016) Je mehr Sonne, desto höher der Kühlbedarf - also befinden sich bei einer solaren Klimatisierung Energiebedarf und Energieangebot zumeist im Gleichgewicht. Vor diesem Hinter­grund stellt die 24-seitige BINE-Themeninfo „Mit solarer Wärme kühlen“ Konzepte und Technologien für die Klimatisierung von Gebäuden vor.

Laut einem Bericht für die EU-Kommission wird sich der Kühl­bedarf in Europa von 1990 bis 2020 vervierfachen. In einigen Mittelmeerstaaten wird im Sommer mehr als die Hälfte des pro­duzierten Stroms zur Klimatisierung eingesetzt. Solare Verfah­ren sollten also den Strombedarf gerade zu Spitzenlastzeiten senken können.

Je nach Kühl- und Klimatisierungsaufgabe bieten sich bei der Gebäudeplanung von Nicht-Wohngebäuden verschiedene solarthermisch unterstützte Systeme an. Die Ex­perten unterscheiden zwischen geschlossenen und offenen Verfahren.

  • Geschlossene Verfahren stellen mit Ab- oder Adsorptionskälteanlagen Kalt­wasser bereit, das etwa in Kühldecken genutzt wird.
  • Offene Sorptionsverfahren konditionieren die Raumluft, indem sie nicht nur die Temperatur senken, sondern auch für eine angenehme Raumluftfeuchte sorgen.


Seit 2001 in Betrieb: Solar betriebene offene, sorptiv gestützte Klimatisierung (SGK) von Seminarräumen der IHK Südlicher Oberrhein, Freiburg (siehe Google-Maps und/oder Bing-Maps) Foto © Fraunhofer ISE; Bild vergrößern

Bei Anlagentechnik und Kollektorsystem müssen Größe, Eignung und Steuerung der Komponenten aufeinander abgestimmt sein. Ein Vorteil der solarthermischen Systeme ist, dass sie flexibel mit anderen Wärmequellen wie etwa industrieller Abwärme oder Kraft-Wärme-Kopplung kombiniert werden können.

Autoren des BINE-Themeninfos sind Experten des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme und des Bayerischen Zentrums für Angewandte Energieforschung.

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