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Marktstudie hinterfragt das  Kommunikationsverhalten der Immobilien-, Bau- und FM-Branche


  

(16.5.2016) Die B2B-Entscheideranalyse 2015/16 des Vereins Deutsche Fachpresse beleuchtet u.a. das repräsentative Le­severhalten von 8 Millionen Entscheidern - allerdings bran­chen-unspezifisch:

  • 94% nutzten demnach Fachmedien, um sich regelmäßig zu informieren,
  • 42% der Entscheider investierten pro Monat einen kom­pletten Arbeitstag in die Lektüre gedruckter Fachzeit­schriften, und
  • 78% sollen nach der Nutzung von Fachmedien eine An­bieterwebsite und 41% eine Fachveranstaltung besucht haben.

Trotz dieser Erkenntnisse bleibt unklar, welches Bild sich speziell in Bezug auf die Un­ternehmen ergibt, die sich entlang des Lebenszyklus von Immobilien aufgestellt haben. Mit der branchenspezifischen Umfrage „Informieren und informiert sein im Immobilien Lebenszyklus“, will der Publizist Ralf-Stefan Golinski zu mehr Transparenz in damit ein­hergehende Fragestellungen beitragen.

„Nahezu 100 Fachzeitungen und Online-Portale berichten über Themen aus der Pla­nung, dem Bau und dem Betrieb von Immobilien. Und etwa ebenso zahlreich sind die Angebote an Fachkongressen und Fachmessen als Plattformen für den brancheninter­nen Informationsaustausch“, so Golinski. „Wer sich als Planer, Bauherr oder Facility Manager entlang des Lebenszyklus von Immobilien über aktuelle Themen informieren möchte, ist mit einer Fülle möglicher Informationsquellen konfrontiert. Und wer seine eigenen Botschaften in die Fachöffentlichkeit tragen will, muss sich fragen, wie und wo er diese idealerweise positioniert“. Die weiter zunehmende Transformation von Print- zu digitalen Medien und die auch in der Fachbranche an Bedeutung gewinnen­den Sozialen Netzwerke erschweren die Orientierung zusätzlich.

  • Wie spürbar hat sich das Kommunikations- und Informationsverhalten bereits von den Printmedien hin zu Online-Plattformen oder zu Google, XING und Face­book verschoben?
  • Fördern die aktuellen Entwicklungen bei Building Information Modeling nicht nur die Kommunikation zwischen den Bauteilen, sondern auch die zwischen den be­teiligten Unternehmen?
  • Wie sind die Protagonisten generell für den Einsatz von Methoden der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit aufgestellt, und welche Bedeutung wird einer struktu­rellen internen Kommunikation beigemessen?

Diesen und weiteren 20 Aspekten will die Umfrage auf den Grund gehen und so ihrer­seits zu mehr Transparenz beitragen.

„Im Alten Testament gibt es die bekannte Geschichte vom Turmbau zu Babel: Dieser konnte am Ende nicht wie beabsichtigt bis in den Himmel gebaut werden, weil Gott ei­ne Sprachverwirrung auslöste. Ob man das nun glaubt oder nicht, aber vergleichbare Projekte gibt es ja nachweislich auch in der jüngeren Geschichte. Vielleicht ein guter Anlass, über die Notwendigkeit gemeinsamer Begrifflichkeiten und einer disziplinüber­greifenden verständlichen Kommunikation nachzudenken“, so der studierte Kommuni­kationswissenschaftler Golinski.

Die Umfrage wurde anlässlich der ehemaligen Frankfurter FM-Messe, der INservFM, am 23. Februar gestartet und lief bis Ende Mai. Die Eingaben erfolgten online über surveymonkey.com, die Ergebnisse sollen in Auszügen u.a. über xing.de veröffent­licht werden.

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