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Energiebedarf halbiert, Verkaufswert verdoppelt, mit Argeton bekleidet

(11.12.2015) In rheinländischen Mettmann wurde 1972 auf einem 12.000 m² großen, parkähnlichen Hanggrundstück eine attraktive Wohnanlage errichtet: Zwei gleich hohe Gebäude mit quadratischen, gegeneinander versetzten Grundflächen sind zur Straßen- und Eingangsseite fünfgeschossig und hangseitig siebengeschossig (siehe Bing-Maps und/oder Google-Maps):


alle neuen Fotos: Wienerberger / Rainer Rehfeld

Charakteristisch sind große Balkone, die auf der Nordost- und Südwestseite über die gesamte Fassadenbreite reichen. Ein privates Hallenbad, Sauna, Gewerbeeinheiten für den Alltagsbedarf und ein Hotel tragen dazu bei, dass in der Wohnanlage Mettmann „gut leben“ ist. Aber der großzügige Wohnkomplex war in die Jahre gekommen. Des­halb erfolgte zuletzt in mehreren Schritten nicht nur eine energetische Ertüchtigung, sondern auch eine optische Aufwertung durch keramische Fassadenplatten von Arge­ton

Hohe Bäume, hohe Ansprüche


Vor der Sanierung!
Foto: Werner Kettler
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Die Gebäudegruppe ist von hohem Baumbestand umgeben und die ursprüngliche Fassade aus zementgebundenen Fassaden­platten war vor allem in den beschatteten Bereichen großflä­chig bemoost. Auch unter Berücksichtigung einer zu erwarten­den Wertsteigerung entschieden sich die Eigentümer für eine von Architekt Werner Kettler empfohlene vorgehängte hinter­lüftete Argeton-Fassade von Wienerberger.

„Neben den bauphysikalisch bei einer KfW-Förderung vorgege­benen Anforderungen waren auch die Ansprüche der Eigentü­mer an die neue Gebäudehülle sehr hoch. Neben schmutzab­weisenden Eigenschaften waren den Entscheidern eine hohe Lebenserwartung, niedrige Kratz- und Stoßempfindlichkeit, geringe Bemoosungs- und Verschmutzungsgefahr, gute Reini­gungsmöglichkeit sowie hohe optische Wertigkeit und Nach­haltigkeit wichtig“, berichtet Architekt Werner Kettler.

Kleines Detail am Rand: Durch die unterschiedlichen Geschosshöhen - das Erdge­schoss ist einen Meter höher als die anderen Geschosse - ergeben sich zwei unter­schiedliche Plattenhöhen. Eine weitere, profilierte Platte dient zudem als Höhenaus­gleich zwischen den Geschossen und als Gestaltungselement. Sie verläuft bandartig um die Gebäude:

Bei den verwendeten Argeton-Ziegelformaten handelt es sich nicht um Standardformate, sondern um die Höhen 345 und 350 sowie 415 mm (für die profiliert gerillte) und Breiten bis 1.405 mm. Alle Ziegel wurden objektbezogen gefertigt.

Zur Erinnerung:  Ziegelquerschnitte, die nicht im Sortiment sind, können im Wienerberger Werk bis zu einer Formathöhe von 500 mm individuell für jedes Bauvorhaben entwickelt wer­den. „Für mich als Architekt war diese Flexibilität sehr wichtig. Zusatzkosten entstehen nur für das benötigte neue Mundstück an der Strangpresse, auf den Quadratmeterpreis wirkt sich die Fertigung dieses Werkzeugs nicht aus“, berichtet Architekt Kettler.

Auch der Farbton „orange“ wurde auf individuellen Wunsch des Architekten angepasst. „Nach eingehender Beratung entschie­den wir uns für eine engobierte Oberfläche. Durch das Engo­bieren wird die Oberfläche geschlossener und glatter, der gewählte Farbton orange - nach meinem individuellen Empfinden - noch etwas wärmer. ... Die engobierte Ober­fläche ist schmutzabweisend und der orange Farbton korrespondiert hervorragend mit den bronzegrauen Aluminiumverbund- und silberfarbigen Balkonplatten“, fasst Archi­tekt Kettler zusammen.

Nach der Fassadensanierung zeigt sich der Gebäudekomplex optisch enorm aufge­wertet: Die neue Gebäudehülle unterstreicht die Hauptnutzung „Wohnen“ und wirkt freundlich, frisch und einladend. Da zeigt auch gerne der Architekt Flagge mit einer Gravur seines Namens, die durch einen Steinmetz im Sandstrahlverfahren ausgeführt wurde:

Energiebedarf halbiert, Verkaufserlös verdoppelt

Die Sanierung der Wohnanlage Mettmann folgte einem energetischen Gesamtkonzept. Neben der Sanierung der Gebäudehülle im Jahr 2011 wurde in den Jahren 2000 bis 2013 auch ein Großteil der Fenster, die Flachdächer, Kellerdecken und die Heizungs­anlage des Schwimmbades erneuert. Der aktuelle Energieausweis wurde im Jahr 2014 ausgestellt. Demnach sanken im Vergleich zum Jahr 2007 ...

  • der Primärenergiebedarf (QP nach EnEV) von 370 kWh/m²a auf 153,5 kWh/m²a,
  • der Endenergiebedarf von 123 kWh/m²a auf 54,0 kWh/m²a und
  • die CO₂-Emissionen von 84,2 kg/m²a auf 40,5 kg/m²a.

Die von der Eigentümergemeinschaft beauftragten Sanierungsmaßnahmen haben da­mit nahezu eine Halbierung aller Werte gebracht, resümiert Kettler, und die Wertstei­gerung für die Eigentümer ließe sich auch beziffern: „Die Verkaufserlöse haben sich verdoppelt!“

Weitere Informationen zu Argeton-Fassaden können per E-Mail an Wienerberger angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen: