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Online-Tool zur energetischen Vordimensionierung von vorgehängten hinterlüfteten Fassaden


Der Gewinner des Fassa­denpreises für VHF 2015: Die Außenwand des Hör­saal­gebäudes der Uni Kassel hat einen U-Wert von 0,22 W/m²K bei einer Dämm­stoffdicke von 140 mm. (Foto: Werner Huthmacher)
  

(8.1.2016) Der Fachverband vorgehängte hinterlüftete Fas­saden (FVHF) hat für Architekten, Planer und Verarbeiter ein Tool zur Unterstützung bei der Vorplanung von vorgehängten hinterlüfteten Fassaden online gestellt. Es ermöglicht zu einem frühen Zeitpunkt der Planung, bauwerksbezogene Anforderun­gen an die Unterkonstruktion und Wärmedämmung zu formulie­ren.

FVHF-Effizienz-Tool

Um Ausschreibungen um produktneutrale energetische Quali­tätsanforderungen ergänzen zu können, hat die Projektgruppe „U-Wert“ des FVHF die Einführung von Effizienzklassen für die Fassadenunterkonstruktionen erarbeitet. Das FVHF-Effizienz-Tool unter fvhf.de/Fassade/Effizienztool ermittelt die erforder­liche Dämmstoffdicke und die anzufordernde energetische Ef­fizienzklasse einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade in Ab­hängigkeit von einem bestimmten Soll-U-Wert der Außenwand. Das Tool ermöglicht somit, die Anforderungen an den Dämm­stoff und die Unterkonstruktion unabhängig von der genauen Detaillierung zu formulieren. Benötigt werden dazu vier Einga­be-Parameter:

  • Material und Dicke des Verankerungsgrundes
    Als Standard-Verankerungsgrund ist Stahlbeton mit 200 mm Dicke hinterlegt. Dieser Wert kann durch Auswahl aus der Liste oder Eingabe eines freien λ-Wer­tes geändert werden.
  • Wärmeleitfähigkeit der vorgesehenen Dämmung
    Zur Erinnerung:Die Wärmeleitfähigkeitsgruppe leitet sich aus dem rechnerischen Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λ ab. Ein Wert von 0,035 W/mK ent­spricht der WLG 035. Je kleiner der WLG-Wert ist, desto größer ist die Wärme­dämmwirkung.
  • Pauschaler Korrekturfaktor
    Das Tool berücksichtigt bei der Berechnung des Wärmebrückenzuschlages der Unterkonstruktion einen zusätzlichen Korrekturfaktor von 0,01 W/m²K - bspw. für Fensterlaibungen und Gebäudeecken. Dieser kann optional abgeschaltet oder durch einen freien Wert geändert werden.
  •  Soll-U-Wert der geschlossenen Wandflächen
    Hier wird der Soll-U-Wert der Außenwand entsprechend den Anforderungen der EnEV an die verschiedenen Gebäudetypen oder als freier Eingabewert z.B. für KfW 70 vorgegeben. (U-Werte von Fenstern und Türen finden hierbei keine Be­rücksichtigung.)


fvhf.de/Fassade/Effizienztool

Aus diesen Einflussgrößen ermittelt das Programm im ersten Schritt die sich ergeben­de Mindestanforderung an die Effizienzklasse der Unterkonstruktion (Wärmebrücken­effizienzklasse ∆U) bei Begrenzung der Dämmstoffdicke auf maximal 240 mm. In einem zweiten Berechnungsschritt kann vom Programmnutzer die Dicke des Dämmstoffes von 60 mm bis 300 mm und dessen Wärmeleitfähigkeitsgruppe variiert und die sich daraus ergebende geänderte Effizienzklasse der Unterkonstruktion abgelesen werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen: