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5,2% bzw. 6,1% weniger Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im April 2015

(24.6.2015) Im April 2015 ist der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vormonat saison- und arbeitstäglich bereinigt um 5,2% zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitgeteilt hat, sank dabei die Baunachfrage ...

  • im Hochbau um 3,8% und
  • im Tiefbau um 6,7%.

Im Vorjahresvergleich war der bereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im April 2015 um 6,1% niedriger als im April 2014. In den ersten vier Monaten 2015 war der Eingang von Aufträgen allerdings „nur“ um 0,6% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gesunken.

Der Umsatz des Bauhauptgewerbes in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen betrug im April 2015 rund 5,1 Milliarden Euro; der Wert lag damit um 2,1 % niedriger als im Vorjahresmonat. Und in den ersten vier Monaten des Jah­res 2015 betrug der Umsatz rund 16,2 Milliarden Euro und damit 2,6% weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden belief sich im April 2015 auf rund 43,8 Millio­nen und lag somit um 0,2% niedriger als im April 2014. Und in den ersten vier Mona­ten 2015 fiel die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden mit 140,3 Millionen um 2,8% niedriger aus als im Vorjahreszeitraum.

Ende April 2015 waren in den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus rund 405.000 Perso­nen tätig, das waren annähernd so viele wie ein Jahr zuvor (-0,1%). In den ersten vier Monaten des Jahres 2015 hatte die durchschnittliche Zahl der tätigen Personen um 0,1% unter dem Niveau der ersten vier Monate 2014 gelegen.

Bauindustrie: „kein Grund zur Beunruhigung“

Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines „Aktuellen Zahlenbildes“ betont, sei diese Entwicklung im April für die Branche noch kein Grund zur Beunruhigung: Denn der April-Wert 2014 sei der höchste Wert für Auf­tragseingänge seit 15 Jahren gewesen und somit schwer zu überbieten. Das gleiche gelte für den Umsatz, welcher vor einem Jahr ein sehr hohes Niveau erreicht hatte - und zwar aufgrund der ausgesprochen guten Witterung im vergangenen Jahr: Im April 2014 gaben nur 3% der im Rahmen des ifo Konjunkturtests befragten Bauunter­nehmen an, dass ihre Bautätigkeit von der Witterung behindert worden sei, in diesem Jahr klagten hingegen 27%.

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