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Velux Architekten-Wettbewerb 2014: Fünf Nominierte und ein Newcomer

Lofthäuser Kolbermoor mit Patio von Behnisch Architekten
Patio in den „Lofthäusern Kolbermoor“ (vergrößern, © Archimage / M. Hansen)
  

 Jurypreis an Hoffmann­architekt (Foto vergrößern, © Florian Holzherr)

(6.5.2014) Unter dem Thema „Licht. Raum. Mensch“ ist heuer bereits zum 9. Mal der Velux Architekten-Wettbewerb ausge­lobt worden. Nun hat die Fachjury mit den Einreichungen von Hoffmannarchitekt, Behnisch Architekten, Raum und Bau, Hof­stadt Architekten und Unterlandstättner Architekten fünf Pro­jekte nominiert, die die natürlichen Ele­mente Licht und Luft gezielt einsetzen, um den Wohnkomfort sowie das Raumgefühl nachhaltig zu steigern.  Hoffmannarchi­tekt erhält zudem den Jurypreis (rechts unten). Der New­comer-Sonderpreis für junge Architekturbüros geht an die DBCO GmbH.

Jetzt wählen über zwei Millionen Bauherren und Modernisierer unter den Nominierten die drei Preisträger des diesjährigen Ar­chitekten-Wettbewerbs.

„Wichtigstes Kriterium für die Bewertung der eingereichten Projekte war die Qualität des Gesamtentwurfs“, erklärt Jury-Vorsitzende Gabriele von Kardorff. „Gemäß der Aufgabenstel­lung wurde insbesondere die Schaffung von wertvollen Licht­situationen, aber auch die Berücksichtigung der klimatischen Aspekte betrachtet.“ Deshalb will die Jury ihr besonderes Au­genmerk auf den Mehrwert richten, der mit dem gezielten Ein­satz von Belichtung und Belüftung durch Velux Produkte ge­wonnen wird.

Jury Velux Architekten-Wettbewerb 2014
v.l.n.r.: Werner Frosch, Meike Weber, Andreas Förstel, Philippe Frey, Gabriele von Kardorff, Dr. Sebastian Dresse und Professorin Hilde Léon (Bild vergrößern)

Die Jury besteht in diesem Jahr aus ...

Die fünf nominierten Projekte spiegeln die Vielfalt des Themas und der Bewerbungen wider:

Die „Lofthäuser Kolbermoor“ (Außenansicht) von Behnisch Architekten begeisterten die Jury durch ein überraschendes, inneres Raumerlebnis sowie eine ungewöhnliche Lichtführung: Die den Entwurf prägende Offenheit wird durch eine offene Treppe, eine Galerie im Wohnraum und einen mittig angeordne­ten Patio erreicht, der sich bis ins erste Obergeschoss durch­zieht (Bild rechts oben und rechts). Dieser mit einem elektrisch zu öffnenden Velux Dachfenster überdeckte Raum schafft eine angenehme, intime Raumatmosphäre und versorgt die angren­zenden Räume mit Tageslicht und frischer Luft.

Einfamilienhaus in Krailling von Unterlandstättner Architekten
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; © Unter­landstättner Architekten

Das „Einfamilienhaus in Krailling“ (Außenansicht) von Un­terlandstättner Architekten überzeugt die Jury mit der Quali­tät der Tageslichtgestaltung. Basierend auf der Ausrichtung des Wohnhauses zur Himmelsrichtung erzeugen die vielfältigen Lichtöffnungen differenzierte Ausblicke und verändern varian­tenreich die Art des Lichteinfalls (Bild rechts und ganz unten).

Beim „Luise-Bayerlein-Haus“ von der Raum und Bau GmbH, einer zweigeschossigen, fast quadratischen Kinderkrippe in Va­terstetten, empfand die Jury die klare Raumstruktur mit den fünf um einen galerieartigen Innenraum angeordneten Grup­penräumen als sehr gelungen und hob insbesondere die Licht­effekte der aus Velux Flachdach-Fenstern bestehenden Licht­kuppeln hervor:

  
Das „Notariat unter dem Dach von Hofstadt Archi­tekten
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© Hofstadt Architekten

Das „Notariat unter dem Dach“ wurde von Hofstadt Archi­tekten im Rahmen der Aufstockung sowie des Dachgeschoss­ausbaus des bis dahin fünfgeschossigen Mittelflügels des Arco-Palais in München realisiert (Außenansicht). Dabei entstand aus einer zweigeschossigen Dachgeschoss-Situation ein groß­räumiges Büro, das sich durch abwechslungsreiche Raum- und Lichtqualitäten auszeichnet (Bild rechts und weiteres Bild). Die Jury lobte insbesondere die Schaffung und Inszenierung von unterschiedlichen Lichtsituationen und Hell-Dunkel-Effekten sowie die Übergänge und Verschneidungen der verschiedenen Raumsituationen von offenem Flur, Galerie und Büroeinheiten.

Beim „Umbau Seitengebäude Westermühlstraße“ (Außenansicht) handelt es sich um eine ehemalige Metallwerkstatt, die von Hoffmannarchitekt in ein Büroobjekt um­gewandelt wurde:


Jurypreis für den „Umbau Seitengebäude Westermühlstraße“ von Hoffmannarchitekt; © Florian Holzherr (Bild vergrößern)

Die Jury lobte die Lichtwirkung, die mit drei Velux Flachdach-Fenstern (Bild) eine opti­male Tageslichtverteilung erreicht und vergab zusätzlich zur Nominierung den Jurypreis für die beste Einreichung in Bezug auf die in der Auslobung formulierten Wettbewerbs­kriterien.

„Die Einbeziehung des Menschen in den Kontext von Licht und Raum und die daraus entstandenen Konzepte sind eindrucksvoll“, erklärt Dr. Sebastian Dresse, Geschäfts­führer der Velux Deutschland GmbH. „Die vorgestellten Nominierungen zeigen, wie durch den bewussten Einsatz von Velux Produkten die Raum- und Lebensqualität im Neu- und Bestandsbau gesteigert werden kann.“

Den Sonderpreis Newcomer

... erhält Martin Keßler, DBCO GmbH, für das Projekt „Umbau und Modernisierung des Instituts für Neutestamentarische Textforschung“:


„Umbau und Modernisierung des Instituts für Neutestamentarische Textforschung“ von Martin Keßler; © DBCO GmbH (Bild vergrößern)

Die Jury empfindet den Ausbau des kleinen Dachgeschosses als sehr gelungen und lobt die vorteilhafte Positionierung der Dachfenster, die den Tageslichteinfall von drei Seiten bewirken und durch die Einbauten bis auf Brüstungshöhe wie eine klassische, seitliche Belichtung erscheinen. So entsteht eine stimmige Lichtatmosphäre, in der sich das Verhältnis von Kontrast und Helligkeit gegenseitig stärkt.

Bauherren entscheiden über Gewinner

Die Nominierten des Velux Architekten-Wettbewerbs 2014 werden mit der Mai-Ausga­be und dem Internetauftritt des Bauherrenmagazins „Wohnglück“ der Öffentlichkeit präsentiert. Dann stimmen knapp zwei Millionen Leser über die drei Preisträger ab, de­nen ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro winkt. Der Erstplatzierte profitiert darü­ber hinaus von einer hohen Medienpräsenz: Zusätzlich zu einer umfassenden Vorstel­lung aller fünf nominierten Arbeiten in einer Dokumentationsbroschüre, die dem Archi­tekturfachmagazin „DETAIL“ beiliegt, und weiteren Veröffentlichungen hat der 1. Preis die Möglichkeit, im Rahmen einer exklusiven Velux Anzeigenkampagne in renommierten Architektur-Fachmedien vorgestellt zu werden.


„Haus Krailling“ von Unterlandstättner Architekten; © Unterlandstättner Architekten (Bild vergrößern)

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