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Cersaie 2013, „Deutsche Fliese“ und der Trend zu täuschend echten Holz-, Beton- und Natursteinoptiken

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(17.10.2013) Vom 23. bis 27.09.2013 präsentierten 872 Aus­steller aus 140 Ländern in Bologna ihre neuesten Produkte aus den Bereichen Keramische Fliese, Sanitärkeramik und Badezim­merausstattung. Trotz eines Rückgangs der Besucher aus Ita­lien (-12,3%) lockte die Cersaie an den fünf Messetagen mehr als 100.000 Besucher an und bestätigte damit gleichwohl ihre Bedeutung als Leitmesse der Branche. Das übergestellte Trendthema in puncto Fliesendesign waren erneut Materialinterpretatio­nen in allen Facetten – allen voran täuschend echte Holz- und Natursteinoptiken so­wie die verschiedensten Zement- und Betonanmutungen.

Feinsteinzeug dominiert und wird an die Wand gepusht

Dr. Eckard Kern, Vorsitzender des Industrieverbands Keramische Fliesen + Platten e.V.
Dr. Eckard Kern
  

Den Verlauf der Messe und die Stimmung auf den Ständen der deutschen Fliesenhersteller resümiert Dr. Eckard Kern (Vorsit­zender des Industrieverbands Keramische Fliesen + Platten e.V.): „Die Cersaie 2013 war deutlich besser besucht als im letzten Jahr. Durch den vorgezogenen Messetermin konnten wir schon am Montag hohe Besucherzahlen verzeichnen; Dienstag und Mittwoch waren ebenfalls starke Tage. Gene­rell war festzustellen, dass die Messe immer stärker vom Feinsteinzeug dominiert wird - dessen Oberflächen wiederum deutlich geprägt sind durch neue Technologien wie den Digi­taldruck. In logischer Konsequenz werden die Sortimente im­mer ähnlicher: Holz- und Betonoptik sowie Natursteininterpre­tationen, perfektioniert und in allen Facetten - das war der Trend der Messe. Dabei konzentrieren sich die Wettbewerber aus dem Ausland ganz klar auf Feinsteinzeug und pushen es auch an die Wand. Die klassische Wandfliese scheint zu ver­schwinden – wobei sie aufgrund von Produktvorteilen im Markt nach wie vor nachgefragt wird. Uns deutschen Produzenten, die traditionell einen ho­hen Anteil an Wandfliesen herstellen, bietet sich damit die Chance, dieses Marktseg­ment mit innovativen und konzeptionell hochwertigen Produkten zu besetzen. Dies umso mehr, als die deutschen Produzenten in Bologna einmal mehr bestätigt bekamen, dass sich unsere aktuellen Sortimente durch eine ausgesprochen hohe Produktvielfalt sowie eine marktgerechte Oberflächen-, Dekor- und Formatgestaltung auszeichnen.“

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