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Fast jeder zweite Privathaushalt hat Haus- und Grundbesitz

(29.11.2009) Wie das Statistische Bundesamt auf der Basis der letztenEinkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) mitgeteilt hat, verfügten zu Beginn des Jahres 2008 48% aller privaten Haushalte in Deutschland über Haus- und Grundbesitz. Das ist ein leichter Rückgang gegenüber 2003, als dieser Anteil bei 49% lag; 1998 hatte er noch 45% betragen.

  • Das Einfamilienhaus ist hierzulande die häufigste Form des Haus- und Grundbesitzes der Privathaushalte. Anfang 2008 besaßen 29% aller Haushalte ein Einfamilienhaus. Gegenüber 2003 ist dieser Anteil unverändert geblieben, während er im Vergleich zu 1998 (28%) leicht gestiegen ist.
  • Die zweithäufigste Immobilienart sind Eigentumswohnungen, über die Anfang 2008 etwa 13% der Privathaushalte verfügten. Auch hier gab es seit 2003 keine Veränderung. Gegenüber 1998 mit damals 10% ist dagegen ein Anstieg deutlich erkennbar.
  • 5% der privaten Haushalte besaßen Anfang 2008 ein Zweifamilienhaus; ebenso viele ein unbebautes Grundstück. Eigentümer von Mehrfamilienhäusern waren 2% der Haushalte, von sonstigen Gebäuden wie Wochenend- und Ferienhäuser oder Gebäuden in Kleingärten 3%.

Zwischen dem früheren Bundesgebiet und den neuen Ländern incl. Berlin-Ost gibt es immer noch Unterschiede beim Anteil der Haus- und Grundbesitzer - auch wenn diese zusehends geringer geworden sind: Anfang 1993 zeigten die Ergebnisse der ersten gesamtdeutschen EVS eine Haus- und Grundbesitzerquote von 50% im früheren Bundesgebiet und 28% in den neuen Ländern und Berlin-Ost. Das war eine Differenz von 22 Prozentpunkten. In den folgenden Jahren näherte sich die Haus- und Grundbesitzerquote in Ostdeutschland immer mehr der Quote in Westdeutschland an. Bis Anfang 2008 (West: 50%, Ost: 39%) hat sich die Differenz im Vergleich zu 1993 auf 11 Prozentpunkte halbiert.

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