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Systaic setzt auf selbstgenutzten Solarstrom und "fotovoltaische KWK"

(24.5.2009; Intersolar-Vorbericht) Für den Verbraucher ist es nicht sinnvoll, den Solarstrom erst in das Netz zu speisen und dann zu laufend steigenden Stromkosten für seinen Eigenbedarf zurückzukaufen - ganz abgesehen von umweltrelevanten Systemverlusten im Netz. Systaic setzt deshalb auf Lösungen, die dem Verbraucher eine bessere Eigennutzung seines Solarstroms ermöglichen. Zudem will das Düsseldorfer Technologie-Unternehmen aufzeigen, wie in Verbindung mit dem Systaic Energiedach eine "fotovoltaische Kraft-Wärme-Kopplung" realisiert werden kann.

Wo Sonnenlicht in Strom gewandelt wird, entsteht Hitze, die bei herkömmlichen Anlagen ungenutzt der Umwelt zugeführt wird. Systaic will diese zukünftig konsequent für die Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser nutzen. Dies geschieht ohne großen Aufwand durch Zuführung der Abluft in ein Wärmepumpensystem. Durch die Temperaturerhöhung kann die Wärmepumpe wesentlich effizienter arbeiten - also mit geringerem Stromverbrauch - als bei üblichen Luft-Wasser-Systemen. Die Jahresarbeitszahl, das Verhältnis des Stromverbrauchs zur Wärmeerzeugung, soll beim Systaic-System um mehr als 70% höher sein, als es in den Förderungsrichtlinien für Wärmepumpen verlangt wird.

"Diese bessere Nutzung entscheidet auch über die Qual der Wahl bei Solarinstallationen", erklärt Michael Pack, Vorstandsvorsitzender der Systaic AG. "Fotovoltaik oder stattdessen zusätzlich thermische Kollektoren? Fotovoltaik ist die bessere Lösung, die alles liefert - Strom und Wärme. In dem besonderen Fall auch noch Raumkühlung, wenn im Hochsommer statt der Umweltabwärme die Raumwärme als 'Quellwärme' für die Erzeugung von Warmwasser genutzt wird. Diese wird bei dem Prozess zu Gunsten des Wassers abgekühlt."

Solche Systeme müssen bedarfsgerecht gesteuert werden, der Fachmann spricht von Powermanagement. Systaic bindet auch Aspekte der Energiespeicherung, Energieerzeugung, des Energieaustauschs mit Autobatterien und tarifliche Vergleiche ein. "home@Systaic" wurde dieses Systems wegen der Online-Anbindung an aktuelle Wetter- und Tarifentwicklungen genannt. Dieses Steuerungsinstrument erlaubt dem Verbraucher, seinen Haushalt optimal auf seine Solarstromproduktion anzupassen - was weit über die nur netzoptimierenden "Smart Meters" hinausgeht.

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