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Bosch will Großkesselhersteller Loos übernehmen

(13.4.2009) Der Bosch-Geschäftsbereich Thermotechnik plant, die Loos Deutschland GmbH mit Sitz in Gunzenhausen sowie ihre ausländischen Tochtergesellschaften und Beteiligungen zu übernehmen. Der Vertrag zum Erwerb von 100 Prozent der Geschäftsanteile wurde am 7. April 2009 in Stuttgart unterzeichnet. Loos ist ein führender europäischer Anbieter von hocheffizienten Dampf- und Heißwasserkesseln im gewerblichen und industriellen Segment. Der Geschäftsbereich Bosch Thermotechnik, zudem u.a. auch Buderus und Junkers gehören, baut mit der Akquisition seine Marktposition in diesem weltweiten Wachstumsmarkt aus; und die Bosch-Gruppe setzt damit ihre Strategie fort, die Unternehmensbereiche Gebrauchsgüter und Gebäudetechnik sowie Industrietechnik weiter zu stärken. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt kartellbehördlicher Genehmigungen. Über den Kaufpreis haben die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart.

Loos entwickelt, fertigt und vertreibt Dampf- und Heißwasserkessel für gewerbliche und industrielle Kunden zur Erzeugung von Heiz- oder Prozesswärme im Leistungsbereich von 0,5 bis 38 Megawatt. Sie werden in der Industrie, in Krankenhäusern, Kaufhäusern, Öffentlichen Einrichtungen, Hotels und Fernwärmenetzen eingesetzt. Das 1865 gegründete Unternehmen mit drei Fertigungsstandorten in Deutschland und Österreich verfügt über eine starke internationale Projektierungs- und Vertriebskompetenz. Loos hat eine enge Partnerschaft mit Fachplanern und bietet seine Produkte über Heizungs- und Anlagenbaufirmen an.

"Mit Bosch sind wir für die Zukunft gut gerüstet. Gemeinsam können wir den Wachstumskurs fortsetzen, und dabei setzen wir auch weiterhin auf das Wissen und Know-how unserer Mitarbeiter", sagt Jochen Loos, Geschäftsführer der Loos Deutschland GmbH.

"Mit der Akquisition von Loos wird Bosch Thermotechnik zu einem führenden Anbieter von Groß- und Industriekesseln in Europa", sagt Uwe Glock, Vorsitzender des Bereichsvorstands Bosch Thermotechnik. Der Weltmarkt wächst jährlich um mehr als fünf Prozent. Durch einen Zusammenschluss mit Loos können den Kunden künftig verstärkt integrierte Komplettlösungen aus einer Hand angeboten werden. "Die Kombination unseres weltweiten Vertriebsnetzes mit dem Produktprogramm und dem Know-how von Loos ermöglicht uns, zusätzliche Marktanteile zu gewinnen und neue Märkte zu erschließen – geografisch und technisch", so Glock weiter. Denn auch im Großkundenbereich hält der Trend zu effizienteren Kesselanlagen an. Besonders in den nachfragestarken Märkten in Mittel- und Osteuropa sowie in Asien bieten sich damit attraktive Wachstumsmöglichkeiten.

"Der Schlüssel zum Erfolg ist dabei maßgeblich das Know-how und die Erfahrung der Führungskräfte und Mitarbeiter der Loos-Gruppe, die 2008 das beste Jahr ihrer Firmengeschichte verzeichnete", unterstreicht Glock. Geplant ist unter anderem der Aufbau des Kompetenzzentrums Groß- und Industriekessel für Bosch Thermotechnik bei Loos. Die Ansprechpartner für die Kunden bleiben erhalten. Bosch und Loos arbeiten bereits seit 10 Jahren zusammen, Loos ist OEM-Lieferant im Groß- und Industriekessel-Bereich.

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