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Grüne Branche sieht Wachstumspotenzial bei Privatgärten

(15.9.2006) Hanns-Jürgen Redeker, Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL), zeigte vor Beginn der 17. Internationalen Fachmesse "Urbanes Grün und Freiräume, Planen - Bauen - Pflegen" auf: "Mit dem Erfolg der 'GaLaBau 2006' wird spürbar: Der Garten- und Landschaftsbau ist wieder im Aufwind." Redeker freute sich: "Der Markt wird offensichtlich wieder lebendiger. Die Investitionsbereitschaft in Maschinen und Geräte wächst. Auch die Nachfrage nach Leistungen der Garten- und Landschaftsexperten steigt, insbesondere im Privatgarten-Bereich."

Zurückblickend erläuterte der BGL-Präsident: "Die Betriebe des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaues verzeichneten auch 2005 gegenüber dem Vorjahr erneut einen leichten Umsatzrückgang - der Branchenumsatz lag im vergangenen Jahr bei rund 4,24 Milliarden Euro. Vor dem Hintergrund der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung sowie der Witterungsbedingungen fiel er mit -2,63 Prozent aber moderat und geringer aus als befürchtet." Redeker hob hervor: "Die GaLaBau-Branche koppelte sich weiterhin erfolgreich von der anhaltenden Krise im Bauhauptgewerbe ab, das mit -5,7 Prozent einen empfindlichen Umsatzrückgang hinnehmen musste."

Neben dem wieder steigenden Konsum der Haushalte und einer leichten Erholung der Wirtschaft weise auch die grüne Trendmesse mit rund 900 Ausstellern aus etwa 20 Nationen in eine positive Richtung. Die Unternehmen präsentieren sich auf einer Ausstellungsfläche von insgesamt über 90.000 m².

Die Ergebnisse der GaLaBau-Betriebe im Jahr 2005

Mit rund 4,24 Milliarden Euro ging der Umsatz der landschaftsgärtnerischen Betriebe in 2005 gegenüber 2004 (4,36 Milliarden Euro) vor allem wegen des vier Monate anhaltenden Winters um 2,63 Prozent zurück. Die Auftraggeber waren ...

  • private Kunden (45,19 Prozent),
  • die öffentliche Hand (18,02 Prozent),
  • der Wohnungsbau (17,21 Prozent),
  • die Industrie (9,18 Prozent),
  • Generalunternehmer (8,10 Prozent) und
  • Sonstige (2,30 Prozent).

Die Anzahl der Betriebe stieg im vergangenen Jahr von 12.561 (2004) auf nunmehr 12.892 GaLaBau-Unternehmen. Leichte Rückgänge waren bei den Beschäftigtenzahlen zu verzeichnen. Die Anzahl der Beschäftigten in den GaLaBau-Betrieben sank von 83.810 in 2004 auf 81.883 Personen in 2005 (-2,3 Prozent). Die Insolvenzquote fiel allgemein in der Branche in 2005 mit 1,19 Prozent niedriger aus als 2004 mit 1,93 Prozent. Die Situation stellte sich bei den Mitgliedsbetrieben mit einer Insolvenzquote von 0,66 Prozent in 2005 wiederum deutlich günstiger dar als bei den Nichtmitgliedern (1,34 Prozent).

Privatgarten-Bereich entwickelte sich schon im vierten Jahr in Folge positiv

Seit 2001 im vierten Jahr in Folge setzte sich in 2005 die positive Entwicklung des Privatgarten-Bereichs bei der Auftragsvergabe fort. Die Auftraggeberstruktur verbesserte sich von 44,27 Prozent in 2004 in Bezug auf die privaten Hausgärten wiederum und erreichte in 2005 insgesamt 45,19 Prozent. Der reale Umsatz konnte damit in diesem Bereich erfreulicherweise gehalten werden. Diese Entwicklung führte BGL-Präsident Hanns-Jürgen Redeker darauf zurück: "Immer mehr Menschen nutzen den Garten als ihr privates Urlaubsparadies, in dem sie fast das ganze Jahr über vom Alltagsstress entspannen und neue Energie auftanken können. Dabei spielt für sei ein individuell und attraktiv gestalteter Traumgarten eine herausragende Rolle."

Wissen kompakt: BGL-Fachtagungen und Symposium "Die Grüne Stadt"

Der BGL präsentiert anlässlich der "GaLaBau 2006" ein vielseitiges Rahmenprogramm: Verschiedene Fachtagungen greifen Trends im Garten- und Landschaftsbau auf. Experten präsentieren Wissenswertes über die Beregnung von Grünanlagen, über grundlegende Änderungen bei den Verkehrswegebauarbeiten und über die immer beliebter werdenden naturnahen Schwimmteiche. Außerdem stehen beim "Unternehmer-Cockpit" praktische Tipps zur Ertrags- und Liquiditätsverbesserung im Mittelpunkt. Darüber hinaus lenkt das Forum "Die Grüne Stadt" den Blick auf den Wert von Grün, auf innovative Grünprojekte und auf "Neue Allianzen für grüne Städte".

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