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Broschüre über Regenwasserversickerung von Metalldachflächen in BW

(20.2.2006) Die Initiative Pro Metalldach hat zusammen mit dem Umweltministerium Baden-Württemberg eine Broschüre über die umweltgerechte Regenwasserversickerung von Metalldächern herausgebracht.


Foto aus dem Beitrag "Solarthermie nach Understatement-Manier" vom 10.2.2005)

In Baden Württemberg wird die Versickerung von Regenwasser durch die Verordnung über die dezentrale Beseitigung von Niederschlagswasser vom 22.03.1999 geregelt. Darin ist auch die erlaubnispflichtige Beseitigung von Niederschlagswasser von kupfer- und zinkgedeckten Dächern festgelegt. Die Versickerung von Abflüssen von Dächern mit üblichen Flächenanteilen aus Kupfer und Zink, wie z.B. Gauben, Eingangsüberdachungen, Erker, Dachrinnen, etc., ist darin als nicht erlaubnispflichtig eingestuft. Außerdem gelten die angesprochenen Regelungen und Verordnungen nicht für die Ableitung von gesammeltem Regenwasser in die Kanalisation: Niederschlagswasser von Dachflächen aus Kupfer und Zink kann erlaubnisfrei in die Kanalisation eingeleitet werden.

In Baden-Württemberg, einem Bundesland das der Versickerung von Niederschlagswasser von Kupfer- und Zinkdächern bisher sehr kritisch gegenüberstand und Einzelprüfungen verlangte, haben neue Erkenntnisse über die Abschwemmraten und deren Umweltauswirkungen nun zu einer Änderung beim Genehmigungsverfahren geführt (siehe z.B. auch Betrag "Studie des Umweltbundesamtes bestätigt Umweltverträglichkeit von Metalldächern" vom 31.8.2005). Die Versickerung von Regenwasser von kupfer- und zinkgedeckten Dächern über entsprechend aufgebaute Versickerungsmulden wird jetzt als geeignete Behandlungsmaßnahme durch das Umweltministerium befürwortet.

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