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Biberschwanz, die vermutlich älteste Dachziegelform

Biberschwanz, Biberschwanzziegel, Biberschwanzdach, Dachziegel, Ziegeldach, Biberschwänze, Dacheindeckung, Dachdeckung, Dachform(17.12.2005) Einheitlich, schlicht und irgendwie vornehm deckt der Biberschwanz die unterschiedlichsten Dächer. Man sieht ihm sein Alter nicht an, wenngleich er als Ursprung aller weiteren Dachziegelformen gilt. Seit mehr als 3.000 Jahren schützt der Biberschwanz Häuser zahlreicher Epochen und Modestile.

Ursprünglich wurde der Biberschwanz als schindelartige Dacheindeckung verwendet, indem Tonplatten schuppenartig übereinander gelegt wurden. Der Name "Biberschwanz" ergab sich aus den zumeist halbrund geformte Enden. Mittlerweile gibt es ihn aber in den unterschiedlichsten Formen (siehe z.B. Meldung "Bibervielfalt bei den F. v. Müller Dachziegelwerken" vom 26.5.2004)

Die Entwicklung des Biberschwanz-Ziegels ist über die Jahrtausende nicht stehen geblieben: Bieberschwänze von Koramic zeichnen sich beispielsweise durch eine leichte, konvexe Krümmung aus, die zur Belüftung der Dachfläche beiträgt.

Neben dem äußeren Erscheinungsbild macht noch eine andere Eigenschaft den Biberschwanz zum Favoriten für viele Dacheindeckungen: Er lässt sich problemlos für allerlei Dachformen und Dachausbauten verwenden. Kleine, mehreckige Türmchen sind ebenso wenig ein Problem wir Gauben oder verzweigte Dachwinkel. Biberschwanzziegel passen sich an die Dachform an, wie Schuppen an den Körper eines Fisches. Durch diese Anpassungsfähigkeit ist er für nahezu jedes Dach geeignet:

 
Biberschwanzziegel für schindelartige Dacheindeckung
Bild aus der Meldung "Glasierte und engobierte Kegeldächer aus Biberschwanzziegeln" vom 15.11.2004

Zunehmend gewinnen iberschwanzziegel (wieder) Bedeutung für das private Heim. Durch seine Natürlichkeit und die warmen Farbvariationen kann er jedes Dach in ein Schmuckstück verwandeln. Selbst das Gartenhäuschen erfährt mit dieser Eindeckung eine Aufwertung.

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