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VDRK: "Überprüfung von Abwasserrohren kann teuer werden"

(24.11.2005) Hauseigentümer und -verwalter werden aufgrund der erhöhten Anforderungen an die Funktionalität und Dichtheit von Hausanschluss- und Grundleitungen zunehmend mit der Überprüfung ihrer Abwasserleitungen konfrontiert. Viele Unternehmen haben hier einen Markt erkannt und bieten die entsprechenden Dienstleistungen an. Die betroffenen Auftraggeber sind mit der Auswahl des geeigneten Anbieters - meist mangels Erfahrung - überfordert; diese Unerfahrenheit kann teuer werden. Um nicht an den Falschen zu geraten empfiehlt es sich, einige grundlegende Dinge zu beachten.

Jede Gemeinde hat durch ihre Satzung und entsprechende Richtlinien die individuellen Anforderungen an die Bestandsaufnahme, die Bewertung und die daraus resultierenden weitergehenden Maßnahmen definiert. Bevor ein Eigentümer eine Untersuchung seiner Abwasserleitungen bei einem Unternehmen beauftragt, sollte er sich zunächst mit der kommunalen Behörde in Verbindung setzen und sich über diese Anforderungen informieren. Hier gibt es in den meisten Fällen auch eine Unternehmerliste mit ausgesuchten Fachbetrieben, bei denen er ein Angebot einholen kann. Auch ein Blick ins Internet oder in die gelben Seiten kann hier weiterhelfen. Es ist in jedem Fall geboten sich mehrere Angebote einzuholen und auf einen Nachweis als Fachbetrieb zu drängen, sowie Referenzen einzufordern. Solide Unternehmen haben damit kein Problem. Der Vergleich kann schnell einige hundert oder tausend Euro sparen. Im Zweifel können diese Angebote dem Spezialisten der kommunalen Behörde vorgelegt und dessen Rat eingeholt werden.

In der Regel besteht auch kein Grund zur Eile, so dass die Auswahl des ausführenden Unternehmens in aller Ruhe stattfinden kann. Firmen mit Drückermentalität sind in jedem Fall verdächtig. "Wir hören vermehrt von unsoliden Anbietern, die die Arglosigkeit der Bürger schamlos ausnutzen um Profit zu machen. Der Ruf einer ganzen Branche leidet darunter. Gütesiegel und Zertifikate sind leider auch kein Garant für faire Preise." beklagt Andreas Herrmann, Fachbeiratsvorsitzender beim Verband Deutscher Rohr- und Kanal-Technik-Unternehmen. Wer sich professioneller Hilfe bedienen möchte kann auch ein Ingenieurbüro einschalten. Das erhöht zwar die Kosten, erspart aber Arbeitsaufwand und schützt vor unliebsamen Überraschungen.

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