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Tarifabschluss im Baugewerbe findet überwältigende Mehrheit

(29.7.2005) Einen Tag vor Ablauf der Erklärungsfrist hat sich eine überwältigende Mehrheit von 97% der möglichen Stimmen für die Annahme des im Baugewerbe erzielten Verhandlungsergebnisses vom 21. Juni 2005 ergeben (siehe auch Meldung  vom 21.6.2005). Lediglich der westfälische Innungsverband des Zimmererhandwerks, in dem 1% der dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes angeschlossenen Mitgliedsbetriebe organisiert sind, hat sich überraschend gegen die Annahme des Tarifvorschlages ausgesprochen. Mit der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt ist daraufhin vereinbart worden, den Tarifabschluss gleichwohl wirksam werden zu lassen.

Bereits am Donnerstagnachmittag haben sich daraufhin die Tarifvertragsparteien des Baugewerbes gegenseitig die Annahme des Tarifvorschlages erklärt.

Der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, ZDB-Vizepräsident Frank Dupré erklärte hierzu: "Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe, zur Kostenentlastung der tarifgebundenen Baubetriebe und zur Sicherung der Arbeitsplätze insbesondere in der Schlechtwetterzeit ist die Umsetzung des Verhandlungsergebnisses dringend erforderlich. Mit der Gewerkschaft ist daher heute Nachmittag vereinbart worden, den diesjährigen wegweisenden Tarifabschluss nicht an einer Minderheit in der baugewerblichen Organisation scheitern zu lassen. Der Schwanz kann nicht mit dem Hund wedeln - deshalb werden unmittelbar nach der bevorstehenden Sommerpause verbandspolitische Konsequenzen aus der Ablehnung des Tarifvorschlages durch einen einzigen Mitgliedsverband erörtert werden müssen."

Aufgrund der Annahme des Tarifvorschlages werden ein neuer Mindestlohn-Tarifvertrag und neue Lohn- und Gehaltstarifverträge am 1. September 2005 und die vereinbarte Verlängerung der Wochenarbeitszeit am 1. Januar 2006 in Kraft treten.

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