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Marktpotenziale für Bauen mit Holz

  • Holzabsatzfonds mit Information, Beratung und zwei Fachveranstaltungen auf der BAU 2005

(17.11.2004) Mit der "Charta für Holz" hat die Bundesregierung die Weichen für eine stärkere Nutzung von Holz aus heimischen Wäldern gestellt. Über Möglichkeiten und Perspektiven zur Steigerung des Holzabsatzes informiert der Holzabsatzfonds vom 17. bis 22. Januar 2005 auf der internationalen Fachmesse BAU in München. Im Vordergrund des Beratungsangebots auf dem Messestand in Halle B5, Stand 313/412, stehen wärmegedämmte Fassadenelemente in Holztafelbauweise als Gebäudehülle für massive Bauten und der Export von einheimischen Schnittholzprodukten.

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Individualität trotz Verdichtung: Würfelhäuser in Karlsruhe

"Vor dem Hintergrund der energetischen Anforderungen wird der Baustoff Holz aufgrund seiner hochwärmedämmenden Eigenschaften und Konstruktionsmöglichkeiten zunehmend attraktiver für Architekten, Bauherren und -planer – vor allem als Gebäudehülle. Mit wärmegedämmten Bauteilen als großformatige Holztafelelemente zur Ausfachung der massiven Bausubstanz lassen sich die hohen gesetzlichen Anforderungen sowohl bei Neubauten als auch bei Sanierungen im Bestand problemlos erfüllen", so Ludger Dederich, Leiter der Holzbaufachberatung beim Holzabsatzfonds. Sie eignen sich ideal für die Sanierung alter Fassadensysteme aus Stahlbeton oder Mauerwerk und können zudem als Solarwände konstruiert werden. Dederich: "Dies bedeutet ein enormes Marktpotenzial für Zimmereibetriebe und die Chance, mit Solarfassaden ein neues, in Zukunft weiter wachsendes Marktsegment für den Baustoff Holz zu erschließen." Der INFORMATIONSDIENST HOLZ bietet auf dem Messestand individuelle Beratungsgespräche über die Möglichkeiten von Bauen mit Holz an.

Mit einem Holzvorrat von 3,4 Milliarden Kubikmetern lässt sich nicht nur der Holzabsatz in Deutschland steigern, sondern auch im Ausland. Der Holzabsatzfonds informiert ausländische Besucher über die Exportmarke GERMANTIMBER und bietet ihnen die Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit Deutschlands als Holzlieferant kennen zu lernen. "Wir sehen unseren Messestand als Kommunikationsplattform, wo ausländische Besucher Kontakte zur deutschen Forst- und Holzwirtschaft knüpfen können", so Dirk Alfter, Vorstandsvorsitzender des Holzabsatzfonds.

Internationaler Workshop "Erdbebengefahr? Mehr Sicherheit mit Holzbau!"

Neben Information und Beratung auf dem Messestand lädt der Holzabsatzfonds zu zwei Fachveranstaltungen ein. Am 20. Januar 2005, um 10 Uhr, befasst sich in Saal 2 des ICM ein internationaler Workshop mit erdbebengerechtem und erdbebensicherem Bauen. Prof. Motoi Yasumura, Shizuoka (Japan), Dr. Hans Rainer, Surrey (Kanada), Prof. Alahi Nateghi, Teheran (Iran) und Prof. Ario Cecotti, Venedig (Italien) werden unterschiedliche Aspekte und Beispiele der Risiken durch Erdbeben im Hinblick auf die Bausubstanz darstellen und verschiedene Ansätze zur Minimierung dieser Risiken erläutern. Weiterhin werden die langfristigen Bedürfnisse hinsichtlich des erdbebengerechten Bauens mit den Möglichkeiten und konstruktiven Vorteilen des Holzbaus abgeglichen sowie eine Perspektive für das Bauen in erdbebengefährdeten Gebieten entworfen.

Fachtagung "Holzbau und Stadtentwicklung"

Am 21. Januar 2005 dreht sich von 12.30 Uhr bis ca. 16.30 Uhr in Raum 14a des ICM alles um das Thema "Holzbau und Stadtentwicklung". Städteplaner, Holzbauexperten und Vertreter der Wohnungswirtschaft informieren und diskutieren über die gegenwärtige Situation der Städte im Kontext des Holzbaus. Sie zeigen Perspektiven für die Wohnungswirtschaft auf, wie mit Hilfe des Baustoffs Holz dem veränderten Bedarf bei Neubau und im Bestand begegnet werden kann.

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