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Bausparen - jünger in die eigenen vier Wände

  • Bausparer kommen vier Jahre früher ins Wohneigentum
  • Gezielte Eigenkapitalbildung gibt den Ausschlag
  • Feste Konditionen sorgen für Planungssicherheit
  • Bausparer sind Profis bei der privaten Vermögensbildung

(27.6.2004) Bausparer ziehen mit durchschnittlich 38 Jahren in die eigenen vier Wände - vier Jahre früher als andere Immobilienkäufer oder Bauherren. Dies hat eine Untersuchung der LBS ergeben. Denn durch die frühzeitig begonnene, regelmäßige Sparleistung wächst das notwendige Eigenkapital für den Wohneigentumserwerb schneller und gezielter als bei anderen Immobilienfinanzierern. Neben diesem zentralen Vorteil bietet ein Bausparvertrag in der Folge auch günstige Finanzierungsdarlehen mit festen Kredit- und Tilgungszinsen über die gesamte Laufzeit. Der Bausparer kann damit langfristig planen. So besitzt er nicht nur früher Wohneigentum, sondern sichert bereits in jungen Jahren seine Altersvorsorge: Als Immobilienbesitzer verfügt er im Ruhestand neben dem Wert des Objektes auch über ein durchschnittlich größeres Geldvermögen im Vergleich zu Mietern.

Ohne ausreichend Eigenkapital geht bei einer Immobilienfinanzierung in der Regel nichts. Grundsätzlich gilt daher: Je früher und konsequenter mit der Vermögensbildung begonnen wird, desto besser.

Seit dem letzten Börsencrash gibt es deshalb einen starken Trend zu sicheren Anlageformen, wie z. B. Bausparen. Sparer erhalten hier auf ihr Guthaben einen tariflich festgelegten Zinssatz über die gesamte Vertragsdauer. Unter bestimmten Voraussetzungen hilft der Staat mit der Wohnungsbauprämie und – wenn im Rahmen des Vermögensbildungsgesetzes angespart wird - mit der Arbeitnehmer-Sparzulage. So wächst das finanzielle Polster kontinuierlich.

Sieben Jahre sparen – sieben Jahre tilgen

Als einziges Finanzprodukt kombiniert Bausparen dabei Kapitalbildung mit dem zweckgebundenen zinsgünstigen Darlehen. Bereits bei Vertragsabschluss wird nicht nur für das angesparte Guthaben ein fester Zins verabredet, sondern auch für das zukünftige Darlehen. Die hier anfallenden Zinsen sind - im langfristigen Vergleich mit den Kreditzinsen des freien Marktes - günstig.

Interessanter Nebeneffekt: Das regelmäßige Bedienen des Bausparvertrags führt insgesamt zu einem disziplinierteren Ausgabe- und Sparverhalten. Bausparer gehen große Anschaffungen und Konsumausgaben gezielter an und konzentrieren sich auf ihr Ziel "Wohneigentum", so die LBS. Sie sparen und tilgen dabei in die eigene Tasche und bauen so nachhaltig Vermögen auf.

Das Ergebnis: Auch über den Immobilienerwerb hinaus profitieren Bausparer bei der Vermögensbildung. Wer sich daran gewöhnt hat, gezielt zu wirtschaften, behält diese Gewohnheit auch bei, wenn das Haus oder die Wohnung längst abbezahlt sind. So verfügen Eigenheimbesitzer laut einer Analyse des Forschungsinstituts empirica im Alter durchschnittlich über ein rund zehnmal größeres Vermögen als Mieterhaushalte mit vergleichbarem Einkommen.

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