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Denkmalschutz versus Klimaschutz? - Baudenkmale der Nachkriegsmoderne

Baudenkmale der Nachkriegsmoderne
  

(17.7.2016) In den vergangenen Jahren ist der Druck, den Energieverbrauch von Gebäuden zu senken, stark angewach­sen - auch im Bestand. Insbesondere im Denkmalbereich stellt dies Planer und Nutzer vor große Probleme.

Neben der Energieeinsparung sind die thermische Behaglich­keit für den Nutzer und die Sicherheit vor baulichen Schäden Hauptziele einer bauphysikalischen Ertüchtigung. Solche An­forderungen treffen wiederum auf die individuellen Werte des Baudenkmals und sind dabei oft nur schwer in ein nachhaltiges denkmalpflegerisches Instandsetzungskonzept zu integrieren. Die Gefahr besteht, dass Denkmale unter WDVS-Schichten ihren ursprünglichen Charakter einbüßen und ihre historische Aussagekraft verlieren könnten.

Hinsichtlich der Verbindung von Denkmalschutz und Klimaschutz stoßen bei Diskussio­nen und Standortbestimmungen Denkwelten aufeinander ...

  • von Ökologie und Ökonomie
  • über Arithmetik und Physik, Politik und Soziologie
  • bis hin zu Kultur und Architektur.

Die Denkmalpflege handelt dabei im Koordinatensystem zwischen Denkmalwert, Eigen­tümerinteressen, Qualifikation von Denkmalschutzbehörden, Qualität der Planer und den unabdingbaren Fragen nach Finanzmitteln und Fördermöglichkeiten. Das Buch „Baudenkmale der Nachkriegszeit“ beschreibt diese Diskussionen anhand der Ertüchti­gung der ehemaligen bayerischen Landesvertretung von Sep Ruf in Bonn.

Die bibliographischen Angaben zum Buch:

  • Baudenkmale der Nachkriegsmoderne
  • von Felix Wellnitz, Anette Liebeskind, Roswitha Kaiser, Jürgen Klemisch, Rüdiger Lorenz
  • 2016, 164 Seiten, 97 Abbildungen, 14 Tabellen, Kartoniert
  • ISBN 978-3-8167-9570-4
  • erhältlich u.a. bei Weltbild und Amazon

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