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Flüsterasphalt ohne Potential?

(4.1.2016) Mit Hilfe von so genanntem Flüsterasphalt soll die Lärmbelastung durch Straßen und Autobahnen deutlich gemindert werden können. Der lärmbegrenzende Effekt dieses offenporigen Asphalttyps ist nachgewiesen, gleichwohl hapert es noch bei seiner flächendeckenden Einführung. Und laut einer im Dezember von BauInfoCon­sult veröffentlichten Umfrage vertreten die meisten der 53 befragten Tiefbauprofis die Meinung, dass Flüsterasphalt technisch immer noch nicht ausgereift und zu teuer für einen weitverbreiteten Einsatz sei:

Die befragten Tiefbauspezialisten sehen beim Flüsterasphalt immer noch ganz gene­relle Probleme:

  • So sind 71% der Meinung, dass der Entwicklungsstand beim Flüsterasphalt noch lange nicht ausgereift sei.
  • Hinsichtlich der Haltbarkeit des Flüsterasphalts sind 63% der Befragten der An­sicht, dass die Haltbarkeit von Flüsterasphalt nicht vergleichbar sei mit der des klassischen Asphalts.

Einen noch genaueren Einblick in die Grenzen vom Flüsterasphalt zeigen die Einschät­zungen der Tiefbauunternehmen bezüglich der zukünftigen Entwicklung beim Einsatz dieser Technologie. 23% der Tiefbauprofis erwarten in den nächsten Jahren über­haupt keine Entwicklung beim Einsatz von Flüsterasphalt, da dieser für den öffentli­chen Straßenbau ihrer Meinung nach schlichtweg zu teuer sei.

13% der Befragten vermuten, dass Flüsterasphalt nur vereinzelt genutzt werden wird, um etwa stark lärmbelastete Abschnitte zu optimieren. Jeder zehnte Bauunternehmer ist der Meinung, dass der Flüsterasphalt nach und nach zunehmen wird – allerdings ist auch jeder zehnte der Ansicht, dass hier kein Potenzial sei.

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