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Betriebskostenspiegel für Deutschland für das Abrechnungsjahr 2013

(27.9.2015) Mieter müssen in Deutschland im Durchschnitt 2,19 Euro/m²/Monat für Betriebskosten zahlen. Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten mit den je­weiligen Einzelbeträgen zusammen, kann die „zweite Miete“ bis zu 3,26 Euro/m²/Mo­nat betragen. Das besagen die Ergebnisse aus dem aktuellen Betriebskostenspiegel, den der Deutsche Mieterbund auf Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2013 vorgelegt hat. Für eine durchschnittliche, 80 m² große Wohnung mussten demnach bei Anfallen aller Betriebskostenarten 3.129,60 Euro für das Abrechnungsjahr 2013 aufgebracht werden.

Regionale und lokale Unterschiede groß

Während in den westlichen Bundesländern im Durchschnitt 2,17 Euro/m²/Monat ge­zahlt wurde, hat der Mieterbund für die östlichen Bundesländern 2,28 Euro ermittelt. Die Kosten für Heizung und Warmwasser lagen hier 12 Cent (rund 8%) höher und die Kosten für Warmwasser lagen 4 Cent über den westlichen Durchschnittswerten. An­dererseits waren die kommunalen Gebühren, also Grundsteuer, Straßenreinigung, Müllbeseitigung in den westlichen Bundesländern teurer, genauso wie die Kosten für Versicherungen oder für Dienstleistungen wie Gebäudereinigung, Gartenpflege oder Hausmeister.

Insbesondere bei den Betriebskostenpositionen Grundsteuer, Wasser/Abwasser oder Müllbeseitigung ergaben sich regional bzw. lokal teilweise erhebliche Preisunterschie­de. Das galt auch für Heizkosten und Warmwasser - was sich durch klimatische Ein­flüsse sowie starke Preisunterschiede bei Gas und Fernwärme begründen lässt.

Heizung und Warmwasser 2013

Die Kosten für Heizung und Warmwasser sind erwartungsgemäß auch im Abrechnungs­jahr 2013 weiter gestiegen - jetzt auf 1,51 Euro/m²/Monat. Das sind für eine 80 m² große Wohnung 1.450,00 Euro im Jahr. Letztlich entfallen 69% der tatsächlich ge­zahlten Betriebskosten auf Heizung und Warmwasser.

Der Anstieg der „warmen Betriebskosten“ 2013 ist zurückzuführen ...

  • zum einen auf die kälteren Wintermonate zu Beginn des Jahres und damit auf einen um rund 5% höheren Energieverbrauch und
  • zum anderen auf steigende Kosten bei Gas und Fernwärme, die im Jahres­durchschnitt 1,3 bzw. 2,8 Prozent teurer wurden.

Der Preisrückgang beim Heizöl im Kalenderjahr 2013 schlug sich dagegen noch nicht bei den Heizkosten nieder. Denkbar ist, dass viele Vermieter noch im letzten Quartal 2012 getankt haben bzw. nachtanken mussten und dieses vergleichsweise teure Heiz­öl noch 2013 verbraucht wurde.

Entwicklung 2014

2014 lagen die Nebenkosten insgesamt niedriger. Zwar wurden in vielen Städten und Gemeinden die Grundsteuern zum Teil deutlich erhöht, aber die Kosten für Wasser und Abwasser sind nur um 0,7% gestiegen und die für die Müllbeseitigung gingen sogar leicht zurück. Entscheidend ist aber, dass die Heiz- und Warmwasserkosten für das Kalenderjahr 2014 spürbar niedriger ausgefallen sind als 2013. Wegen der deutlich wärmeren Wintermonate 2014 ist der Heizenergieverbrauch um 20 bis 25% gesunken. Das gilt auch für die Energiepreise: So sank ...

  • der Preis für Gas um 0,1%,
  • der für Fernwärme um 1,3% und
  • der für Öl um 7,8%.

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