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Richtfest beim Berliner Schloss – Humboldt Forum

(12.6.2015) Rund 1500 Gäste aus Politik und Kultur feierten heute im Rahmen eines Richtfestes den Wiederaufbau des Berliner Schlosses als Humboldt Forum. Bundes­bauministerin Barbara Hendricks dankte den Beteiligten vor Ort sowie allen Spendern und Förderern und erklärte zudem: „Architekt Stella hat die Pläne des Schlossbau­meisters Schlüter gekonnt variiert. Die prägenden Elemente seines Entwurfs sind der überdachte Hof, das Schlossforum, ein offener Hof als Passage vom Lustgarten zur Breiten Straße und das Belvedere im Osten. Er lässt den Barockbau als energieeffi­zienten Neubau wiedererstehen. Die größte Kulturbaumaßnahme des Bundes lädt mit den Gebrüdern Humboldt als Namensgeber zum Dialog der Kulturen der Welt ein. Die räumliche Dimension dieses Baukörpers wird der städtischen Situation im Herzen Ber­lins gerecht. Was mich besonders freut: Der Bau liegt im Kosten- und Terminplan.“


Bundesbauministerin Barbara Hendricks (Mitte),Vorstand der Stiftung Berliner Schloss Johannes Wien (links) und Präsidentin des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung Petra Wesseler bei der Entgegennahme erster Sandsteinelemente für das Berliner Schlosses - Humboldtforum im April 2015 - Foto: BMUB/Adam Berry (Bild vergrößern)

Zur Erinnerung: Der Deutsche Bundestag hatte 2002 beschlossen, das Berliner Schloss als Humboldt Forum mit drei Fassaden und dem Schlüterhof nach historischen Vorbild wieder aufzubauen. Auf einer Bruttogeschossfläche von fast 100.000 m² ent­stehen 41.000 m² Nutzfläche für ...

  • die außereuropäischen Sammlungen der Staatlichen Museen,
  • die Ausstellung Welt.Stadt.Berlin,
  • das Museum des Ortes,
  • das Labor der Humboldt-Universität und
  • für Veranstaltungen.

Die Kostenobergrenze wurde auf 590 Millionen Euro festgesetzt. 32 Millionen Euro da­von übernimmt das Land Berlin, 478 Millionen Euro der Bund, 80 Millionen Euro sollen aus Spenden finanziert werden, von denen bereits 23 Millionen Euro für die barocken Sandsteinelemente der historischen Fassaden eingeworben wurden. Die ersten Natur­steine schmücken bereits das Sockelgeschoss und werben für weitere Spenden. 2018 soll der Bau fertiggestellt sein.

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