Redaktion  || < älter 2015/0211 jünger > >>|  

Cemex Förderpreis Beton 2014 für Arbeit über die Alkali-Kieselsäure-Reaktion

Cemex Förderpreis Beton 2014
  

(9.2.2015) In den zurückliegenden 30 Jahren erhielten 26 der besten Forschungsarbeiten ihres Jahrgangs den Förderpreis Beton. Die aktuelle Auszeichnung ging an Dr.-Ing. Colin Gieb­son von der Bauhaus-Universität Weimar. In seiner Arbeit über die Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR-Schädigung) erkannte das Preisgericht einen wichtigen, praxisbezogenen Beitrag zur Ver­besserung der Dauerhaftigkeit von Verkehrsflächen in Beton­bauweise.

Die Verleihung des Cemex Förderpreises Beton 2014 fand am 29. Januar 2015 in Köln statt. Neben dem Vorstand und Füh­rungskräften der Cemex Deutschland AG, der Stifterin des Prei­ses, und den Mitgliedern der Preisgerichtsjury waren Vertreter der Bauindustrie, der Forschung, von Verbänden und Fachme­dien der Einladung zur Feierstunde im Hotel im Wasserturm ge­folgt.

Auf der Preisgerichtssitzung im Juni 2014 hatte die mit renom­mierten Professoren der Baustoffkunde besetzte unabhängige Jury den Beitrag von Dr.-Ing. Colin Giebson - „Die Alkali-Kieselsäure-Reaktion in Be­ton für Fahrbahndecken und Flugbetriebsflächen unter Einwirkung alkalihaltiger Entei­sungsmittel“ - aus zwölf eingereichten Wettbewerbsbeiträgen ausgewählt. Der Ce­mex Förderpreis Beton ist mit 20.000 Euro dotiert und wird seit 1984 alle zwei Jahre vergeben.


v.l.n.r.: Die Jurymitglieder Prof. Christoph Gehlen, Prof. Rolf Breitenbücher, Prof. Harald S. Müller, Prof. Jochen Stark (ehem. Jurymitglied), Prof. Michael Raupach, der Preisträger Dr. Colin Giebson, das Jurymitglied Prof. Michael Ludwig, der Cemex-Vorstandsvorsitzende Rüdiger Kuhn sowie Prof. Harald Budelmann, Vorsitzender der Jury; Foto: CEMEX Deutschland AG (Bild vergrößern)

Der Juryvorsitzende Prof. Dr.-Ing. Harald Budelmann, iBMB TU Braunschweig, lobte das hohe wissenschaftliche Niveau des gekürten Wettbewerbsbeitrags. In der Begründung der Jury heißt es: „Auf der Basis einer tiefgreifenden thermodynamischen Analyse und mittels intelligent angelegter experimenteller Untersuchungen werden die Schädi­gungsmechanismen bei Verwendung unterschiedlicher Enteisungsmittel widerspruchs­frei aufgeklärt. Des Weiteren werden mit Hilfe des Vergleichs von Praxisergebnissen an Betonflächen mit eigenen Untersuchungen an nachgestellten Betonen für die Pra­xis wertvolle Erkenntnisse zu den Prüfmethoden für die zuverlässige A-priori-Beurtei­lung des AKR-Schädigungspotenzials von Betonzusammensetzungen erarbeitet. Die Arbeit stellt damit einen hervorragenden Beitrag zur Beherrschung eines aktuellen Problems der Betonbauweise dar, der beispielgebend für die Ableitung unmittelbaren Praxisnutzens aus der wissenschaftlichen Forschung ist. Das Preisgericht sieht in der Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Dauerhaftigkeit von Verkehrsflä­chen aus Beton.“

Nach der feierlichen Preisübergabe sprach der Autor Walter Kohl als Gastredner zum Thema „Mehr leben und weniger gelebt werden – Kraftquellen in mir“.

Peter Lyhs, Director Product Technology der Cemex Deutschland AG, verantwortet den Wettbewerb für das auslobende Unternehmen. „Mit dem Cemex Förderpreis Beton wollen wir die Wertschätzung der Betonbauweise steigern, wir wollen nachweisen, welche Innovationsfreudigkeit die Betonbauweise hat“, erklärt er. „Auch im Segment Verkehrsflächen ist eine ständige stoffliche und konstruktive Weiterentwicklung erfor­derlich. Unser Preisträger 2014 leistet einen wertvollen, sehr anwendungsbezogenen Beitrag, durch den wir die komplexen Einflussfaktoren der Alkali-Kieselsäure-Reaktion besser verstehen und in der Folge vermeiden können.“

Ab Juni 2015 können Interessenten die Ausschreibungsunterlagen für den Cemex För­derpreis Beton 2016 anfordern.

siehe auch für zusätzliche Informationen: