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WKI-Forscher nach Test von Holzkaminöfen: „Auf paraffinhaltige Anzünder verzichten!“


  

(22.12.2014) In Deutschland unterliegen die Emissionen von Holzkaminöfen in die Außenluft strengen gesetzlichen Regelun­gen. Die Belastungen bewohnter Innenräume - etwa durch un­dichte Ofentüren - wurden allerdings bisher gerne vernachläs­sigt. Daher haben die Forscher vom WKI sieben Öfen vor Ort in Wohnungen unter realen Bedingungen untersucht. Im Fokus standen auch wie beim Test von Ethanol-Feuerstellen ...

  • flüchtige organische Verbindungen,
  • Fein- und Ultrafeinpartikel sowie
  • Verbrennungsprodukte wie Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Formaldehyd und Stickstoffdioxid.

Das Ergebnis des WKI-Tests: Solange die Ofentür geschlossen ist, beeinflussen die Öfen die Luftqualität im Innenraum nur geringfügig. Lediglich beim Nachlegen von Feu­erholz und beim Anzünden gelangen Emissionen in die Raumluft. Dann konnten die For­scher einen kurzfristigen Anstieg der Konzentrationen messen.

„Im geschlossenen Betrieb werden Substanzen nicht in nennenswerter Höhe freige­setzt. Beispielsweise sind die Werte für Formaldehyd unbedenklich“, stellt Dr. Michael Wensing, Chemiker am WKI, fest. Einzige Ausnahme: Bei einem der Öfen haben die Forscher sehr hohe Konzentrationen von 72 Mikrogramm/m³ von Benzol festgestellt. Den Anstieg führen sie jedoch auf den Gebrauch des paraffinhaltigen Anzünders zu­rück. Zum Vergleich: Beim Anzünden dieses Ofens mit Papier lag der Wert nur bei 8 Mikrogramm/m³.

„Solange die Ofentür und der Aschekasten gut abgedichtet sind, ist nicht mit gesund­heitlichen Beeinträchtigungen zu rechnen. Die Lüftungsklappen sollten so eingestellt sein, dass der Ofen gut zieht und auf paraffinhaltige Anzünder sollte man verzichten“, resümiert Wensing.

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