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Von 5% auf 6,5%: Baugewerbe in NRW kritisiert Erhöhung der Grunderwerbsteuer

(3.11.2014) „Anstatt wirklich zu sparen wird wieder einmal an der Steuerschraube gedreht und damit vor allem dem Wohnungsbau ein erheblicher Dämpfer versetzt,“ schimpft der Hauptgeschäftsführer der Baugewerblichen Verbände, Lutz Pollmann, angesichts der Entscheidung der SPD- und Grünen-Fraktion im NRW-Landtag, die Grunderwerbsteuer ab Januar 2015 von fünf auf 6,5 Prozent anzuheben - und damit auf den höchsten Stand aller Bundesländer neben dem Saarland und Schleswig-Hol­stein. In Bayern und Sachsen gelten dagegen (noch) 3,5% (Stand November 2104).

Die Kritik des Baugewerbes an dem Beschluss sei sehr entschieden und werde auch nicht abgemildert durch den Hinweis der SPD, der Schritt sei Rot-Grün „nicht leicht gefallen“. Wegen der regionalen Wohnungsknappheiten, ebenso aber wegen der Not­wendigkeit, den Gebäudebestand energetisch und zum Beispiel barrierearm zu mo­dernisieren, brauche der Wohnungsmarkt noch mehr Dynamik. „Und gerade die wird durch die Steuererhöhung gebremst werden“, so Pollmann weiter. Er vermisse zudem den entschiedenen Willen von Landesregierung und Regierungsparteien, an den Aus­gaben zu kürzen, um so den Schuldenstand zu senken.

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