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„Secufire“: All-in-One-Tür von Sälzer zum Schutz gegen Einbruch, Durchschuss, Feuer,...

(2.10.2014; Security 2014-Bericht) Sälzer hat eine Multifunktionstür der Serie Secu­fire entwickelt, die ganz gegensätzliche Anforderungen an eine Tür in bemerkenswer­ter Konsequenz kombiniert: die Tür bietet nämlich umfangreichen Schutz gegen ...

  • Einbruch (bis RC4),
  • Durchschuss (bis FB4-NS),
  • Feuer (bis EI45) sowie
  • Rauch (S200).

Zugleich ist sie einsetzbar in Flucht- und Rettungswegen (mit Antipanikfunktion) und ermöglicht durch die vollflächige Verglasung eine helle und freundliche Atmosphäre - da wundert es wenig, dass die multifunktionale Sicherheitstür auf der Security 2014 mit dem „Security Essen Innovation Award“ in Gold in der Kategorie „Technik & Pro­dukte“ ausgezeichnet wurde (siehe Baulinks-Beitrag vom 29.9.2014)


Multifunktionstür Secufire im Brandofen, Foto nach 1 Min. Test EI45 (linkes Testelement). Weiterhin wurde eine Festverglasung geprüft, Verwendung z.B. als Seitenteil zur Tür oder als Atand-alone-Lösung, Element rechts. Fotos: Sälzer GmbH (Bild vergrößern)

Viele Architekten, Planer und Bauherren von öffentlichen Gebäuden kennen dieses Dilemma: Einerseits besteht die Anforderung Brandabschnitte zu realisieren, die einen Fluchtweg bei Feuerausbruch und Rauchentwicklung (incl. Antipanikfunktion) gewähr­leisten und gleichzeitig Schutz gegen Einbruch und Durchschuss bieten. Dabei soll die Tür architektonisch anspruchsvoll und elegant mit viel Glas und schmalen Profilen ge­staltet werden. Kein (uns bekanntes) Türsystem mit Vollverglasung, Antipanikfunktion, Einbruch- und Durchschusshemmung, Feuer- und Rauchschutz kann/konnte dies bis­lang abdecken.

Bei der Entwicklung der Multifunktionstür „Secufire“ galt es, diverse Widersprüchlich­keiten in Einklang zu bringen:

  • Um Einbruchschutz in den hohen Schutzklassen RC3 und RC4 auch bei vollver­glasten Türen mit(!) Antipanikfunktion gemäß DIN EN 179 / DIN EN 1125 zu re­alisieren, war es erforderlich, eine Verglasung mit Polycarbonatlayer(n) einzu­setzen. Dieses Glaskonstrukt muß nämlich heftigsten Einbruchversuchen - z.B. mit Kuhfuß, Meißel oder Bohrmaschine - standhalten, damit keine Öffnung zur Türinnenseite geschaffen werden kann, um durch das Auslösen der Antipanik­funktion die Tür dann doch leicht öffnen zu können.
  •  Polycarbonat ist ein leicht brennbarer Kunststoff, der sich eigentlich nicht für den Einsatz als Brandschutzverglasung eignet. Eine reine Brandschutzvergla­sung dagegen wäre in Sekunden zu durchdringen und würde somit keinen Ein­bruchschutz bieten.

Trotz der Widersprüche konnte die Tür bei Tests renommierter Prüfinstitute wie dem ift Rosenheim bestehen. Im Brandofen (Brandprüfung 45 Minuten, Klasse bis EI45), auf dem Schießstand (bis FB4-NS), in der Rauchschutzkammer (S200) sowie im Prüf­stand für Einbruchhemmung (bis RC4) hielt sie den hohen Anforderungen Europäischer Sicherheitsstandards stand. Für den Einsatz in häufig frequentierten Bereichen hat sich die robuste Stahlrohrrahmentür zudem durch einen erfolgreichen Dauerfunktions­test mit 200.000 Zyklen qualifiziert.

Die Secufire- Tür erfüllt damit alle Funktionen, die sonst nur mit einer Doppeltür- oder Schleusenanlage - bestehend aus 2 Türen - realisiert werden kann. Um den gleichen Schutz wie mit Secufire zu bieten, müsste eine Tür der Anlage den Einbruch- und Durchschussschutz abdecken und die zweite Tür als Feuer- und Rauchschutztür mit Antipanikbeschlag ausgestattet werden. Die Alternative wäre auf Vollverglasungen im Türblatt zu verzichten und stattdessen z.B. eine Tür mit geeigneter, nichttransparen­ter Panelfüllung oder eine Stahlblechtür einzusetzen. Dies würde jedoch zu Lasten der Gestaltungsfreiheit gehen.

Die Multifunktionstür Secufire kann vielfältig eingesetzt werden, wie z.B. in Industrie­gebäuden, Museen, Banken oder in staatlichen Liegenschaften. Auch der Einsatz im Justizvollzug ist möglich, da die Tür mit verschiedensten JVA-Schlössern geprüft wur­de.

Weitere Informationen zur „Secufire“ können per E-Mail an Sälzer angefordert werden.

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