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Green Sense Concrete Technologie jetzt auch in Europa verfügbar

Green Sense Concrete Technologie

(5.3.2014) BASF bietet ihre Green Sense Concrete Technolo­gie zur ressourcenschonenden Produktion und Verarbeitung von Beton jetzt auch in Europa an. Green Sense Concrete ist ein Leistungspaket von BASF, mit dessen Hilfe Hersteller den Beton hinsichtlich seiner Leistungsmerkmale wie Belastbarkeit, Verarbeitungseigenschaften, Langlebigkeit und Umweltfreund­lichkeit verbessern können. Das Paket umfasst drei Komponen­ten:

  • die Optimierung der Betonrezeptur durch BASF-Experten,
  • den Einsatz von Betonfließmitteln der BASF wie Master­Glenium und
  • eine Ökoeffizienzanalyse der Betonmischung.

Mit dieser Analyse sollen wirtschaftliche und ökologische Leistungskriterien des Betons im Vergleich zu einer herkömmlichen Betonmischung bestimmt werden. Zum Beispiel sei es mit Hilfe der Green Sense Concrete Technologie gelungen, beim Bau des neuen One World Trade Centers in New York City rund 15.800 Tonnen CO₂-Equivalente sowie et­wa 25.400 Megawatt-Stunden Energie gegenüber einer herkömmlichen Betonrezeptur einzusparen.

Referenzprojekt in Europa

Für den Bau eines neuen Bürogebäudes der BASF in Ludwigshafen kam Green Sense Concrete Technologie erstmals in Europa zum Einsatz. Das siebenstöckige Gebäude mit einer Gesamtfläche von rund 35.000 m² soll 2015 fertig gestellt werden und gut 1.400 Büroarbeitsplätze schaffen. BASF strebt eine Zertifizierung durch die DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) im Gold-Standard an. Für dieses Ziel muss das gesamte Gebäude bei Bau, Nutzung und Rückbau hohe Standards erfüllen. Das DGNB-System betrachtet alle wesentlichen Aspekte des nachhaltigen Bauens über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes. Die Bewertung umfasst die sechs Themenfelder Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle und funktionale Aspekte, Technik, Prozesse und Standort. Dem wirtschaftlichen Aspekt des nachhaltigen Bauens wird dabei ebenso große Bedeutung wie den ökologischen Kriterien zugemessen.

Beim Guss der Bodenplatte des neuen Verwaltungsgebäudes wurden rund 2.100 m³ Beton verarbeitet, dessen Zusammensetzung mit Hilfe der Ökoeffizienzanalyse opti­miert wurde. „Dabei haben wir unsere Betonzusatzmittel mit den Rohstoffen des Be­tonherstellers so abgestimmt, dass wir gegenüber einer herkömmlichen Betonmischung rund 30 Prozent CO₂-Equivalente einsparen konnten“, sagt Dr. Sven Asmus, bei BASF weltweit verantwortlich für Betonzusatzmittel. Ein weiterer wichtiger Vorteil der opti­mierten Betonrezeptur ist eine deutliche Verminderung des Baustellenlärms beim Ein­bau: Weil die Betonmischung durch die Zusatzmittel MasterMatrix und MasterGlenium SKY hoch fließfähig und selbstverdichtend war, wurde das Rütteln des Betons zur Ver­dichtung weitgehend überflüssig. Dies senkt die Lärmbelastung vor Ort für Anwohner und für die Arbeiter auf der Baustelle drastisch. Diese Verbesserungen der Rezeptur und des Verarbeitungsprozesses werden nach Schätzungen von DGNB-beglaubigten Auditoren einen sehr positiven Beitrag zur angestrebten Zertifizierung des fertigen Gebäudes leisten.

Transparenz und Dokumentation durch Life Cycle Analyzer

Die eindeutige Dokumentation und Transparenz des gesamten Bauprozesses spielt beim Zertifizierungsverfahren ebenfalls eine wichtige Rolle. Der Life Cycle Analyzer (LCA) von BASF kann genau dazu verwendet werden. Die spezielle Software ver­spricht Herstellern und Verwendern von Beton deutliche Verbesserungen im Bereich der Prozesseffizienz, des Energieverbrauchs, der Materialauswahl und der Qualität.

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