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Nachbarschaftlicher Lichtschutz per innenliegenden Außenrollos

(29.1.2014) Die CTP Hamburg chartert normalerweise Schiffe, in Rellingen hat sie sich gleichsam eines bauen lassen. Allerdings eignet es sich nicht für die Fahrt auf hoher See, sondern dient als Bürogebäude. Das Besondere daran ist nicht nur die gewählte Architektur und eine nutzerfreundliche Innengestaltung, sondern auch die eher außer­gewöhnliche Verwendung von Sonnenschutzbehängen.

Wer sich beruflich oder privat mit der Seefahrt befasst, pflegt häufig eine leiden­schaftliche Beziehung zum Meer und zu den Fortbewegungsmitteln, die sie befahren. Das gilt auch für Kapitän Thomas Pötzsch, den Geschäftsführer der Cargo Trans Pool (CTP). Das Kerngeschäft der Logistik-Unternehmensgruppe ist das Chartern, Betrei­ben und Verwalten von Schiffen.

Zwei der Tochterfirmen sollten nun an einem Standort zusam­engelegt werden, um Betriebsabläufe wirschaftlischer zu ge­stalten. Auf der Suche nach einem geeigneten Liege-/Bauplatz wurde Pötzsch in Rellingen fündig, einer Gemeinde in Schles­wig-Holstein, gleich an der Stadtgrenze zu Hamburg. Auf dem neuen Areal stand bereits eine Villa, umgeben von einem groß­zügigen Freigelände. Das ansehnliche Gebäude sollte erhalten bleiben, gleichzeitig wollte der Bauherr aber mit einem Neubau auch ein Statement setzen. Dabei herausgekommen ist eine ungewöhnliche Kombination von alt und neu, von Land und Wasser, Villa und Schiff.

Außen und innen kommt Seefahrtsstimmung auf

Der Neubau in Form einer Schiffskonstruktion schmiegt sich eng an die alte Villensubstanz. Diese wurde an zwei Stellen durchbrochen und so ein Übergang zwischen den beiden Bau­körpern geschaffen. Im neuen Trakt finden sich an vielen Stel­len maritime Antiqitäten, welche die Geschichte der Schifffahrt dokumentieren. Die Illusion, im Innern eines Schiffs zu stehen, vollendet die „Brücke“ im ersten Geschoss, eine halbrunde Schreibtischkonstruktion hinter der Captain Pötzsch sein Un­ternehmen durch die internationalen Fahrwasser der Schiff­fahrtsbranche navigiert:

Die Räume sind offen gestaltet, können aber jederzeit an einigen Stellen durch Trenn­vorhänge zu Besprechungsbereichen separiert werden.

Gute Arbeitsbedingungen haben einen hohen Stellenwert

Ein wichtiger Bestandteil der Firmenkultur ist laut Pötzsch der Wohlfühlaspekt. „Der Ort, an dem Menschen Tag für Tag acht Stunden und mehr verbringen, muss auch ein Stück Heimat bieten“, fordert der ehemalige Kapitän zur See. Das hat er in Rellingen konsequent umgesetzt. Für die zirka 30 Mitarbeiter gibt es einen Sauna- und Fitness­bereich im Keller. In einer großzügigen Küche können sie sich warme Mahlzeiten zube­reiten. Auf dem Dach des Gebäudes befindet sich zudem eine große Terrasse, auf der zum Ausklang des Arbeitstages im Sommer auch schon einmal gegrillt wird. Eine Be­duftungsanlage verbreitet einen angenehmen, konzentrationsfördernden Geruch. Die Beleuchtung wurde von professionellen Lichtplanern konzipiert und optimiert die Sicht­qualität an den Arbeitsplätzen.

Automatische Behänge schützen Anwohner vor Lichtbelästigung

Durch die großzügige Verglasung dringt viel natürliches Licht in das Gebäude. Umgekehrt fällt abends bei Einbruch der Dun­kelheit viel künstliches Licht nach draußen. Da CTP weltweit Geschäftsbeziehungen unterhält, kommt es durch die Zeitver­schiebung immer wieder zu Arbeitszeiten, die bis spät in den Abend hinein dauern können. Um zu verhindern, dass sich Nachbarn dann durch die hohen Lichtemissionen gestört füh­len, wurden über 100 Spezialrollos des Herstellers Serge Fer­rari angebracht. Üblicherweise außen montiert, absorbieren und reflektieren sie einen Großteil der Sonnenwärme. In die­sem Fall wurden sie jedoch innen befestigt. Feine Mikroporen sollen den Lichtaustritt verringern, aber gleichzeitig für Trans­parenz nach außen sorgen, so dass der Sichtkontakt in die Umgebung für die Nutzer bestehen bleibt. Eine weitere He­rausforderung waren die Maße der Innenrollos, die teilweise den besonderen, sich nach unten verjüngenden Fenstern an­gepasst werden mussten.

Laufleise Antriebe

Bewegt werden die Rollos mit den als besonders laufleise geltenden Motoren Sonesse 40 von Somfy. Der schmale Antriebskopf fügt sich diskret in das Behangdesign ein. Ein weiteres Plus in puncto Optik: Eine elektronische Geschwindigkeitsregelung sorgt da­für, dass sich die Rollos immer gleichmäßig bewegen und in ihrer Endposition aufeinan­der abgestimmt bleiben. Die automatische Steuerung lässt die Behänge in Verbindung mit einem Sonnensensor abends pünktlich zur Dämmerung von selbst nach unten fah­ren. Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass auch wirklich keine Anwohner gestört werden.

Weitere Informationen zu Sonnen- bzw. Lichtschutzrollos, Sonesse-Motoren und Sonnenschutzsteuerung können per E-Mail an Serge Ferrari sowie per E-Mail an Somfy angefordert werden.

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