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Holzbau Deutschland Institut ermöglicht kostenfreie überregionale Holzbau-Fachberatung

Ullrich Huth, Vorsitzender von Holzbau Deutschland - Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes
Ullrich Huth

(7.10.2013) Im zu Ende gehenden Jahr der Nachhaltigkeit warb Ullrich Huth, der Vorsitzende von Holzbau Deutschland - Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deut­schen Baugewerbes, auf der Jahrestagung des Arbeitskreises Baufachpresse am 4. Oktober 2013 in Hamburg für die Vorzüge des Holzbaus und des Baustoffes Holz (sinnigerweise im Wäl­derhaus im Dunstkreis von IBA und IGS). Vor den rund 110 Baufachjournalisten betonte Huth die besondere Stärke des Werk- und Baustoffes Holz: „Er ist der einzige Rohstoff, der kontinuierlich nachwächst. Nachhaltiges Bauen mit Holz ist mit einem positiven Image belegt und bietet daher eine große Chance für den Holzbau sowohl im Neubau als auch bei der Verdichtung und in der energetischen Sanierung.“

Genau vor 300 Jahren wurde das Prinzip der nachhaltigen Forstwirtschaft von Hans Carl von Carlowitz (siehe Wikipedia) entwickelt. Bis heute gilt dieser Grundsatz, nur so viel Holz zu verwenden, wie in der gleichen Zeit nachwächst.

Der Holzbau habe sich laut Huth seit jeher nachhaltig und zukunftsorientiert weiter­entwickelt: „Schon lange bevor die Energieeinsparverordnung eingeführt wurde, haben wir uns vorausschauend dem Thema der Energieeffizienz über den Passivhausbau bis hin zum Energieplushaus gewidmet.“ Da auch andere Baustoffe mit dem Begriff Nach­haltigkeit aktiv werben, müsse sich der Holzbau bewusst und aktiv diesem Wettbe­werb stellen und für sich verstärkt werben. „Hier ist die gesamte Branche gefordert!“


Bild aus dem Beitrag „Deutscher Holzbaupreis 2013“: Finanzamt in Garmisch-Partenkirchen; Foto: Jens Weber (Bild vergrößern)

kostenfreie überregionale Fachberatung ab 9.12.

Eine wichtige Aufgabe dabei sei es, so Huth, Architekten und Ingenieuren sowie öf­fentliche und private Bauentscheider zum Bauen und Modernisieren mit Holz zu infor­mieren. Ab dem 9. Dezember werde daher das „Holzbau Deutschland Institut“ eine kostenfreie überregionale Fachberatung in Sachen Holzbau anbieten. Ermöglicht wer­de diese durch ...

  • die Initiative von Holzbau Deutschland und seinen Landesverbänden,
  • weitere Partner der Forst- und Holzwirtschaft und
  • die Holzbau Deutschland Leistungspartner sowie
  • eine Kooperation mit dem Informationsverein Holz.

Die telefonische Beratung werde unter der bei Baufachleuten seit mehr als 60 Jahren eingeführten Marke Informationsdienst Holz geführt. (Bild rechts aus dem Baulinks-Beitrag „IBA Ham­burg: Woodcube als „modernstes Holzhochhaus der Welt“ vor­gestellt“ vom 27.12.2012.)

Einer der größten Vorteile des Holzbaus sei die Möglichkeit, Holzbauelemente in Werkhallen vorzufertigen, hob Huth hervor. Das steigere die Bauqualität und verkürze die sonst üblichen Montage- und Austrocknungszeiten erheblich. Das mache den Holzbau für viele Aufgaben zur idealen Bauweise. „Insbesonde­re im Urbanen Holzbau sehe ich hohes Entwicklungspotenzial für unsere Branche. Der Urbane Holzbau ist das große Zukunftsthema.“ Es gäbe einen Trend zur Verdichtung der Städte. „Die Bebauung von Rest-, Brach- und Dachflächen ist angesagt, ebenso die Erneuerung des Bestands – energetisch, funktional und gestalterisch. Die Städte profitieren vom Holzbau und gewinnen mit ihm an Qualität. Seine Leichtigkeit ermög­licht Aufstockungen auch bei geringen statischen Reserven.“

siehe auch für zusätzliche Informationen: