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Antibakterielles Schalterprogramm aus Kupfer

<!---->(19.4.2010; Light+Building-Bericht) Ein antibakterielles Schalterprogramm aus Kupfer stellte Berker im Rahmen der Light+Building 2010 vor. Die Schalter und Steckdosen aus dem Arsys-Programm sind vorrangig für den Einsatz im Gesundheitsbereich und in öffentlich zugänglichen Gebäuden, wie Schulen oder Arztpraxen, gedacht ... denn Kupfer kann eine Vielzahl von Krankheitserregern - vor allem das bedrohliche MRSA-Bakterium - innerhalb von kurzer Zeit eliminieren.

Bestätigt wurde die antibakterielle Wirkung u. a. durch einen Feldtest, bei dem Berker-Produkte zum Einsatz kamen. Vier Monate testete die Asklepios-Klinik Wandsbek in Hamburg in einem hochfrequentierten Bereich Türgriffe, Lichtschalter und Türöffner aus Kupfer - siehe auch Beitrag "Kupfer gegen Keime: Erwartungen wurden übertroffen" vom 2.7.2009 (siehe aber auch zur Abrundung "Edelstahl versus Kupfer im Kampf gegen Keime" vom 17.12.2009).

Die wissenschaftlichen Untersuchungen der Uni Halle-Wittenberg bestätigten, dass die Kupferoberflächen effizient Bakterien und andere Keime abtöten: Innerhalb von zwei Stunden waren die Keime eliminiert und damit das Infektionsrisiko erheblich gesunken. Kupferoberflächen auf oft genutzten Gegenständen können also neben den üblichen Hygienemaßnahmen ein geeignetes Mittel gegen Keime sein.

Akuter Handlungsbedarf

Trotz hochmoderner Medizin wächst die Gefahr, sich in einem Krankenhaus mit einem Erreger zu infizieren, der resistent gegen Antibiotika ist. Hier besteht Handlungsbedarf, das unterstreichen aktuelle Zahlen. Europaweit sterben jährlich nach Angaben des Europäischen Zentrums für Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) 50.000 Menschen durch Infektionen im Krankenhaus.

Eine besondere Gefahr geht von den Keimen des Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) aus. Er ist nicht nur gegen das Antibiotikum Methicillin resistent, sondern auch gegen viele andere Antibiotika. Besonders problematisch werden solche multiresistenten Keime, wenn sie auf Menschen treffen, deren Immunsystem geschwächt ist, wie es gerade im Krankenhaus der Fall ist. Mögliche Folgen können nicht heilende Wunden, Lungenentzündung und Blutvergiftung sein.

Konzentration auf die "Hotspots"

Mit seinem antibakteriellen Schalterprogramm reagiert Berker auf die akuten Probleme in Krankenhäusern und bietet mit Arsys Kupfer Med eine Möglichkeit, die Hygiene zu verbessern. Die Oberflächen der antibakteriellen Produkte bestehen fast ausschließlich aus Kupfer. Ihr Einsatz ist besonders in stark frequentierten Bereichen, so genannten "Hotspots", wie beispielsweise Fluren und Behandlungszimmern, sinnvoll. Dazu passend bietet Berker eine kleine Produktpalette an - bestehend aus ...

  • Rahmen (1fach bis 3fach),
  • Wippen,
  • Schuko-Steckdosen und
  • Steckdosen mit Erdstift (Bild rechts).

"Kleiner Schritt, große Wirkung, so könnte man die Ausrüstung von Kliniken, Seniorenheimen oder Arztpraxen mit antibakteriellen Schaltern beschreiben. Mediziner bestätigen, dass verschiedenste Maßnahmen gegen multiresistente Keime dringend notwendig sind. Unsere Produkte aus Kupfer können dabei ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Keime sein", so Harald Börsch, Berker Marketingleiter.

Lieferbar ist Berker Arsys Kupfer Med ab Juli 2010. Weitere Informationen dazu können per E-Mail an Berker angefordert werden.

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