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Verbraucherzentrale über Wärmepumpen: "Oft (zu) hoher Stromverbrauch"

(8.12.2009) Nach einem ersten kurzen Boom in den siebziger Jahren erlebt die Wärmepumpe ein Comeback und wird sowohl von Installateuren als auch von vielen Stromversorgern eifrig beworben. Nicht immer hält sie aber, was die Verkäufer versprechen.


Grafik aus dem Beitrag "Wie funktioniert eine Wärmepumpe?"

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg weist aktuell darauf hin, dass Wärmepumpen stärker als andere Heizsysteme auf optimale Betriebsbedingungen angewiesen sind. Immer wieder zeige sich, dass der Stromverbrauch unerwartet hoch ausfällt, weil Handwerker bei der Beratung mit Zahlen argumentieren würden, die nicht der realen Aufstellsituation entsprechen.

Eine gute Wärmepumpenheizung sollte mindestens die Jahresarbeitszahl vier haben. Das bedeutet, dass mit einer Kilowattstunde Strom mindestens vier Kilowattstunden Heizwärme gewonnen werden. Nur so bleibt die CO₂-Belastung aus der Erzeugung des eingesetzten Stromes unter der einer vergleichbaren Gas-Brennwertheizung. Diese Leistung erreicht eine Wärmepumpe nur, wenn sie keinen zu hohen Temperaturunterschied erzeugen muss. Vorteilhaft ist der Einsatz einer Wärmepumpe daher mit Grundwasser oder Erdreich als Wärmequelle sowie eine Fußbodenheizung mit Vorlauftemperatur unter 35 Grad Celsius im gesamten Haus - siehe dazu auch Beiträge ...

Übrigens: Da die Investitionskosten für eine Wärmepumpenanlage mit der benötigten Heizleistung viel stärker ansteigen als bei Heizkesseln, lässt sich eine Wärmepumpenheizung am ehesten in einem gut gedämmten Haus kostengünstig realisieren.

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