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Aufgaben für Dachdecker gibt's auch im Keller

(28.2.2006) Sichere und wirtschaftliche Systemlösungen, die dem Dachdecker neue Arbeitsbereiche eröffnen, stellte die Dörken GmbH & Co. KG auf der DACH+WAND 2006 vor. Im Mittelpunkt stand dabei u.a. das Thema Kellerabdichtung. Bei Flachdacharbeiten ist der Dachdecker gewohnt, mit Abdichtungsbahnen umzugehen. Bei anderen Abdichtungsarbeiten an wasserbeanspruchten Gebäudeteilen wie Kellerwänden, Kellerfußböden oder auch Bädern, sieht man ihn dagegen vergleichsweise wenig, obwohl der Bereich "Abdichtung von Bauwerken und Bauwerksteilen" ausdrücklich zum Berufsbild gehört.

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Nun ist der Einsatz der bei der Flachdachabdichtung gebräuchlichen Bitumenschweißbahnen an der Kellerwand sehr anspruchsvoll und aufwändig. Doch durch die Aufnahme der sogenannten Kaltselbstklebebahnen in die Abdichtungsnorm DIN 18195 bietet sich eine sichere und wirtschaftliche Art der Grundmauer- und Bodenplattenabdichtung, die der Dachdecker für sich beanspruchen sollte.

Waagerechte und senkrechte Flächenabdichtungen von Kellern, Balkonen und Terrassen können mit kaltselbstklebenden Bitumenabdichtungsbahnen wie der Delta-Thene von Dörken von der Rolle weg ausgeführt werden. Die ca. 1,5 Millimeter dicken Bahnen schaffen auch bei großen Flächen eine ebene Basisisolation mit einheitlichen und definierten Schichtdicken. Im Außenbereich bietet die Abdichtung Schutz gegen Bodenfeuchtigkeit und nicht drückendes Wasser. Im Innenraum verhindert sie das Aufsteigen von Kapillarfeuchte unter Estrichen.

Eine Kombination aus kreuzlaminierter Spezial-HDPE-Folie und einer Dicht- und Klebeschicht aus Bitumen-Kautschuk macht das Material nicht nur besonders flexibel. Die Bahn wirkt zudem rissüberbrückend und ist sofort schlagregen- und wasserdicht. Ein spezieller Kältegrundanstrich ermöglicht ihre Verarbeitung selbst bei Temperaturen bis -5° C, wenn viele andere Abdichtungsmaterialien nicht mehr einzusetzen sind.

  • Die Verlegung von Delta-Thene erfordert einen tragfähigen und druckfesten Untergrund, der zudem sauber und glatt sein muss.
  • Bei mineralischen Untergründen sollte ein lösemittelfreier Grundanstrich bzw. Kältegrundanstrich als Haftvermittler aufgebracht werden und gut durchtrocknen.
  • Vor der Verlegung der Flächenabdichtung sollen / müssen Innen- und Außenecken, Rohrdurchführungen, Hohlkehlen oder vergleichbare Details Zuschnitte bzw. Verstärkungsstreifen in einer Breite von rund 30 Zentimetern aufgeklebt werden.
  • Danach wird die Bahn auf die entsprechende Länge zugeschnitten und wieder aufgerollt.
  • Nach dem Abziehen des Schutzpapiers wird das Material ohne Lufteinschlüsse von der Bahnenmitte her zu den Rändern hin vollflächig aufgeklebt und gut angedrückt.
  • Überlappungen, An- und Abschlüsse werden anschließend sorgfältig mit einer Gummirolle nachgearbeitet.
  • Bei senkrechter Verlegung wird der obere Randabschluss zusätzlich mit Kappleisten, Putzschienen oder dem Delta-Band RB 100 gesichert.

Schutzschild für die Abdichtung

Horizontale und vertikale Abdichtungen müssen grundsätzlich mit einer Schutzschicht versehen werden. Bei Kellerabdichtungen gilt zudem, dass sich die Bewegungen der Schutzschichten - zum Beispiel beim Verfüllen der Baugrube - nicht auf die Abdichtung übertragen dürfen. Mehrlagige Noppenbahnen haben sich hier als bewegliche Schutzschicht für die Abdichtung bewährt, weil sie zudem leicht zu verarbeiten sind. Einen rundum sicheren und in der Fläche dichten Schutz verspricht die Grundmauerschutz- und Dränbahn Delta-Terraxx, die Dörken ebenfalls in Köln vorstellte. Die silberfarbene Spezialnoppenbahn mit aufkaschiertem filterstabilem Geotextil eignet sich universell für Perimeterdämmstoffe und alle druckstabilen bzw. kraftübertragenden Untergründe oder Abdichtungen - wie zum Beispiel starre und flexible Dichtungsschlämmen, Bitumenschweißbahnen oder kaltselbstklebende Abdichtungsbahnen. Sie schützt zudem Bauwerke aus WU-Beton vor bauphysikalischen Problemen, indem sie als Dampfsperre zwischen dem wasserundurchlässigen Beton und dem feuchtem Erdreich wirkt. Ausgestattet mit einem selbstklebenden Überlappungsrand bildet die Bahn eine zweite wasserundurchlässige Hülle vor der Kellerabdichtung.

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