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Baubranche im Internet: oft nur "mangelhaft"

(9.6.2005) Kaum interaktive Angebote, lange Reaktionszeiten: So präsentieren sich viele deutsche Unternehmen der Bauwirtschaft mit ihren Websites. Gefühlte zehn Jahre nach Beginn des "Internet-Zeitalters" (zur Erinnerung: das World-Wide-Web gibt es seit 1989, und das Internet - zuvor ARPAnet - verbindet seit den 1960er Jahren Computer nach einem dezentralen Konzept) unterschätzten viele immer noch die Chancen des weltweiten Netzes als Informations- und Marketingkanal. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von pr nord (Braunschweig).

Marketing

Die Studie von Gisa Karin Schmidt untersuchte die Internet-Präsenzen von 70 großen deutschen Baufirmen - sowohl Baustoff produzierende als auch ausführende Unternehmen. Der Fokus lag auf großen Betrieben, die bundesweit agieren oder gar international aufgestellt sind. "Vor allem von diesen darf ein professioneller Internet-Auftritt erwartet werden", begründet Agenturchef Gernot Mantz diese Auswahl. Anforderungen waren u.a. Aktualität, Dialoggestaltung, rechtliche Standards und Interaktivität.

Während die meisten Websites bei Navigation, Service und Benutzerfreundlichkeit überzeugen, zeigen sie Schwächen bei Aktualität und Interaktivität: Wirtschaftsdaten, die zwei Jahre und älter waren, oder gar keine aktuellen Meldungen waren häufig zu finden. Etwa 25 Prozent der Unternehmen bieten keinen eigenen Pressebereich. "Dabei belegen Studien, wie unverzichtbar ein ständig gepflegter Internet-Auftritt für die Recherche geworden ist." Ein besonders düsteres Bild ergab sich bei der Dialogbereitschaft: Auf die E-Mail-Anfrage einer Redaktion antwortete nur jedes dritte Unternehmen innerhalb von drei Tagen, einige gar nicht.

Erfolgreiche Websites orientieren sich am Bedarf der Nutzer. Für Bauunternehmen bedeutet das: Regelmäßig aktuelle, werbefreie Informationen zur Verfügung stellen - möglichst getrennt für Bauherren, Investoren, Kunden und Journalisten.

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