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Holzrollläden melden sich zurück

(3.4.2004) Etliche Jahre hielt der Holzrollladen eine Art Dornröschenschlaf - seit einiger Zeit gibt es aber wieder eine gewisse Nachfrage. Holzrollläden eignen sich nicht nur für den Altbau - insbesondere beim Denkmalschutz; auch einem Neubau verleiht der Holzrollladen einen exklusives Aussehen.

Holzrollladenstäbe werden aus trockenem, feinjährigem, rissfreiem Kiefernholz oder einer gleichwertigen Holzart - z.B. Oregon Pine - hergestellt. Die Abmessungen von Rollladenstäben aus Holz wurden in der DIN 18076 vom Oktober 1966 festgelegt. Diese Norm hat jedoch heute keine Verbindlichkeit mehr, wird aber nach wie vor häufig als Richtlinie genutzt.

Das Rohholz für die verschiedenen Profile kommt getrocknet aus Skandinavien und wird mit Trennbandsägen eingeschnitten. Beim Hobeln der Leisten durch die Profilhobelmaschinen werden auch individuelle Kundenwünsche berücksichtigt. Anschließend werden die profilierten Leisten auf mehrspindeligen Schlitzmaschinen für die Kettendurchführung eingefräst und abgesägt. Nach dem Tauchbad mit einer Imprägnierglasur (mit Bläueschutz) werden die Leisten durch spezielle Schleifmaschinen zwischengeschnitten und dann zum Ketten von Hand sortiert.

Die Ketten - ausschließlich aus Edelstahl - werden von Hand in die imprägnierten Leisten eingebaut. Nach dem Ketten der Rollladenpanzer werden die Rollladen im Hochdruckverfahren hängend lackiert. Der Einsatz hochwertiger Farben und das moderne Anstrichsystem versprechen eine jahrelange, einwandfreie Funktion von Holzrollladen.

Holzrollladen können in den Holzarten Kiefer und Oregon-Pine hergestellt werden und bei Bedarf mit Lichtschlitzen versehen werden. Zur Anpassung an Laufschienen können die Rollladenprofile auf Wunsch abgeplattet werden. Neben den bereits erwähnten Anpassungen gibt es die Holzrolllade in Ausführungen für den Sturzkasten, als Vorbauelement und mit Aussteller.

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